Staatsanleihe-Märkte
Anleihekurse von Spanien und Italien legen zu

Die Europäische Zentralbank konnte mit Anleihekäufen die gesunkenen Kurse für spanische und italienische Papiere stabilisieren. Auch die Kosten für Kreditausfallversicherungen Italiens gingen etwas zurück.
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Nach dem jüngsten Ausverkauf haben sich die Kurse italienischer Staatsanleihen am Mittwoch etwas stabilisiert. Die zehnjährigen Papiere des hoch verschuldeten Landes legten um 1,27 Punkte zu, entsprechend verringerte sich die Rendite auf 6,116 Prozent nach 6,296 Prozent am Dienstag. Auch die Renditen zehnjähriger spanischer Anleihen gingen leicht zurück. Händlern zufolge verhinderten vor allem die Stützungskäufe der EZB, dass die Renditen weiter in die Höhe schossen, nachdem der griechische Ministerpräsident Giorgos Papandreou am Montagabend angekündigt hatte, eine Volksabstimmung über das neue Euro-Rettungspaket abzuhalten.

Investoren fürchten nun, dass Griechenland bei einem Nein in eine ungeordnete Staatspleite stürzt und die Währungsunion insgesamt auf dem Spiel steht. Die Kosten für die Kreditausfallversicherungen (CDS) Italiens gingen nach ihrem starken Anstieg am Dienstag ebenfalls etwas zurück. Fünfjährige Swaps zur Versicherung von italienischen Staatsanleihen fielen am Mittwoch um 16 Basispunkte auf 499 Basispunkte, wie der Datenanbieter Markit mitteilte. Damit beliefen sich die Kosten für die Versicherung von Anleihen über zehn Millionen Euro auf 499.000 Euro. Die CDS Spaniens gingen um 12 Basispunkte auf 378 Basispunkte zurück.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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