Staatsanleihen
Bangen vor der Spanien-Emission

Heute möchten Spanien und Frankreich neue Anleihen auf den Markt bringen. Die Regierung in Madrid will vier Milliarden einsammeln, Paris zehn Milliarden. Die Renditen von irischen Anleihen sinken derweil.
  • 0

HB FRANKFURT. Angesichts eines vollen Emissionskalenders haben die Kurse der deutschen Anleihen am Donnerstag über kurze und lange Laufzeiten nachgegeben. Der für die Euro-Zone richtungweisende Bund-Future verlor bis zu 61 Ticks auf 127,84 Punkte. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe stieg auf 2,644 von 2,614 Prozent am Vorabend. Die Kurse der irischen Papiere zogen dagegen kräftig an, so dass ihre Renditen wieder sanken.

Im Fokus der Anleger am Rentenmarkt steht am Donnerstag die Emission spanischer Anleihen. Die Regierung in Madrid will zehn- und 30-jährige Papiere im Volumen von bis zu vier Milliarden Euro an die Anleger verkaufen. Auch Frankreich zapft den Kapitalmarkt an: Die Pariser Regierung will insgesamt bis zu 9,5 Milliarden Euro aufnehmen. Die französischen zehnjährigen Anleihen gaben im frühen Geschäft ähnlich stark wie die deutschen nach. Die Rendite stieg auf 3,076 Prozent von 3,018 Prozent am Vorabend.

Die Nachfrage nach spanischen Staatsanleihen mit zehnjähriger Laufzeit ist am Rentenmarkt trotz einer höheren durchschnittlichen Rendite leicht gesunken. Die Papiere im Volumen von knapp 2,6 Milliarden Euro waren 1,8-fach überzeichnet und damit etwas niedriger als bei der letzten Auktion, als die Überzeichnung bei 2,3 gelegen hatte. Die durchschnittliche Rendite lag bei 4,615 Prozent nach 4,144 Prozent bei der letzten Versteigerung.

Die 30-jährigen Papiere im Volumen von knapp 1,1 Milliarden Euro waren wie zuletzt 2,1-fach überzeichnet. Die Rendite kletterte auf 5,488 von 5,077 Prozent.

Kommentare zu " Staatsanleihen: Bangen vor der Spanien-Emission"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%