Staatsanleihen
Bundesanleihen verlieren weiter

Während die deutschen Bundesanleihen weiter an Boden verlieren, verzeichnen die Anleihen aus Italien und Spanien Kursgewinne. Dafür können sich die Krisenstaaten bei EZB-Chef Draghi bedanken.
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Die deutschen Bundesanleihen haben am Freitagmorgen ihre Kursverluste ausgeweitet. Dagegen verzeichneten Anleihen aus den Peripherieländern der Eurozone nach der Vortagsrally weitere Kursgewinne.

Die Rendite der Bundesanleihen mit einer Laufzeit von zehn Jahren lag zuletzt zwei Basispunkte höher bei 1,58 Prozent – ein Elf-Wochen-Hoch. Der Terminkontrakt Bund-Future sank hingegen um 28 Basispunkte auf 142,41 Prozent.

Die Rendite für zehnjährige italienische Anleihen veränderte sich kaum und lag bei 4,15 Prozent. Italien tritt im Tagesverlauf am Primärmarkt auf. Am Markt untergebracht werden sollen Bonds mit Fälligkeit 2015 sowie variabel verzinsliche Papiere mit Laufzeit bis 2017 im Gesamtvolumen von bis zu fünf Milliarden Euro. Am Donnerstag hatte Italien einjährige Geldmarktpapiere im Volumen von 8,5 Milliarden Euro mit der niedrigsten Rendite seit drei Jahren verkauft.

Die zehnjährigen Spanien-Bonds verzeichneten leicht steigende Kurse. Die Rendite fiel um einen Basispunkt auf 4,87 Prozent. Bei den zehnjährigen Portugal-Bonds sank die Rendite um drei Basispunkte auf 6,07 Prozent.

Auch am Markt für US-Staatsanleihen sind die Kurse gesunken. Die Rendite der zehnjährigen Treasuries lag mit 1,91 Prozent einen Basispunkt höher. Die relative Sicherheit der Papiere war weniger gefragt, nachdem EZB-Präsident Draghi am Donnerstag erklärt hatte, die Volkswirtschaft der Eurozone werde im Verlauf des Jahres 2013 gesunden.

„Der positive Ausblick für die Eurozone verringert die Nachfrage nach Sicherheit”, sagte Will Tseng, Händler für Festverzinsliche bei Mirae Asset Global Investments in Taipeh. Er wäre nicht überrascht, wenn Treasuries noch für ein bis zwei weitere Tage verkauft würden, fügte er an.

Agentur
Bloomberg 
Bloomberg / Nachrichtenagentur

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