Staatsanleihen
Euphorie über Griechenland-Comeback verpufft

Erstmals seit Jahren hat Griechenland wieder Anleihen ausgegeben. Schon einen Tag später ist die Euphorie verflogen. Auch Bundesanleihen sind längst nicht mehr so gefragt wie früher.
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FrankfurtAm Tag nach der erfolgreichen Platzierung einer Anleihe ist die Euphorie über das Comeback Griechenlands am Kapitalmarkt wieder verpufft. Anleger warfen Bonds des Mittelmeer-Anrainers am Freitag wieder aus ihren Depots. Daraufhin stieg die Rendite der richtungsweisenden zehnjährigen Titel auf 6,333 Prozent von 5,858 Prozent am Vortag. „Es ist zwar großartig, dass Griechenland wieder gewissen Zugang zum Kapitalmarkt hat“, sagte Analyst Owen Callan von der Danske Bank. „Aber der Weg der Genesung ist noch lang.“

Die Rendite der am Vortag platzierten fünfjährigen Titel stieg dem Datenanbieter Tradeweb zufolge um 18 Basispunkte auf 5,13 Prozent. „Es ist ziemlich offensichtlich, dass viele der Käufer nicht zur 'Kaufen und halten'-Typus zählen“, sagte ein Börsianer. Vielmehr handele es sich um spekulativ orientierte Anleger.

Gestern war die Freude noch groß, als Griechenland erstmals seit Beginn der Schuldenkrise eine fünfjährige Anleihe am Markt platzieren konnte. Die Auktion hat drei Milliarden Euro eingespielt. Das waren 500 Millionen Euro mehr als Analysten erwartet hatten. Die Rendite lag bei 4,75 Prozent.

Die Griechen hätten wohl sogar noch deutlich mehr einnehmen können. Das Angebot sei „mindestens acht Mal überboten“ worden, frohlockte der griechische Vizeministerpräsident Evangelos Venizelos im griechischen Fernsehen. Der Zinssatz falle niedriger aus, als man ursprünglich erwartet hätte. Die Reaktion der Märkte sei „ermutigend“, sagte Venizelos.

Es sollen Gebote über 20 Milliarden Euro eingegangen sein, hieß es in Finanzkreisen. Die Emission wurde von der Bank of America Merrill Lynch, der Deutschen Bank, Goldman Sachs, HSBC, JP Morgan und Morgan Stanley organisiert, die die Anleihen direkt bei Großinvestoren untergebracht haben. Mehr als 500 Anleger sollen für die Papiere geboten haben.

Erst Irland, dann Griechenland - und im kommenden Jahr auch wieder Zypern: Die Euro-Krisenländer kehren Schritt für Schritt zurück an den Kapitalmarkt, von dem sie lange Zeit abgeschnitten waren. Auch Spanien und Italien kommen wieder leichter zu Geld.

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  • War da jemals Euphorie? Zumindest bei echten Experten war diese PR-Anleihe doch von Anfang an durchgefallen.
    Immerhin haben Soros und seine Hedgefonds-Freunde ein wenig Taschengeld dazu verdient, kindly guaranteed by German Taxpayer. lol.

  • Oh Mann wenn sie Steuergelder zahlen ist dieses Geld weg
    es ist einfach weg. Ob damit nun Arbeitslose,Rentner oder
    was auch immer bezahlt werden. Fakt ist für Sie es ist
    weg. Sie haben keinen Anspruch mehr dadrauf.

    Und wir haben doch gar keine Steuergelder weil alle immer
    wieder neue Schulden machen.

    Wichtig ist nicht wieviele Schulden man hat sondern bei
    wem.

    Ohne Schulden kein Wachstum weil einfach kein Geld da ist.

  • Zitat: "Vielmehr handele es sich um spekulativ orientierte Anleger."

    ....und mit den Steuergeldern der EU-Bürger läßt es sich schließlich vortefflich spekulieren.
    Mario Draghi sei dank!

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