Staatsanleihen im Vergleich
US-Daten treiben Bondrenditen nach oben

Während sowohl in den USA als auch Europa die lang laufenden Staatsanleihen drastisch fielen, stiegen die Renditen der zehhnjährigen Titel merklich. Ausschlaggebend hierfür sind die Zahlen vom amerikanischen Arbeitsmarkt.

(ina) FRANKFURT. Die Kurse der lang laufenden Staatsanleihen in den USA und der Eurozone fielen in der vergangenen Woche so stark wie seit einem halben bzw. einem viertel Jahr nicht. Umgekehrt sprangen die Renditen der zehnjährigen Titel deutlich nach oben und erreichten die Marken von 4,54 Prozent in den USA bzw. 3,74 Prozent bei der Bundesanleihe.

Maßgebliche Triebfeder waren die Freitagsdaten vom US-Arbeitsmarkt. Im November wurden 132 000 neue Mitarbeiter eingestellt, was deutlich über den Erwartungen von 100 000 lag. Diese Daten bestärkten die Konjunkturoptimisten. Gleichzeitig sahen Marktbeobachter die Wahrscheinlichkeit einer weiteren Leitzinserhöhung durch die US-Notenbank im ersten Quartal sinken. Von der letzten Sitzung diesen Jahres am Dienstag erwarten sie keine Änderung des derzeit gültigen Satzes von 5,25 Prozent. Erst in der vergangenen Woche hatte die Europäische Zentralbank ihren Leitsatz auf 3,5 Prozent angehoben.

Unter diesen Voraussetzungen dürften die anstehenden makroökonomischen Daten die Kursbewegungen beeinflussen. In den USA werden am Dienstag die Handelsbilanzzahlen, am Mittwoch Einzelhandelsumsätze, am Donnerstag Arbeitsmarktdaten erwartet, am Freitag unter anderem Verbraucherpreise und die Industrieproduktion.

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