Staatspapiere
Bundesanleihen erholen sich von Vortagstief

Die positiven Zukunftsaussichten der EZB lassen den Kurs der deutschen Bundesanleihen wieder steigen. Auch Staatsanleihen aus Italien und Spanien konnten zulegen.
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Nachdem die Kurse am Vortag deutlich gefallen waren, verzeichneten deutsche Bundesanleihen am Freitag wieder Kursgewinne. Das dürfte auch an Mario Draghi liegen. Der Präsident der Europäische Zentralbank hatte auf der Pressekonferenz im Anschluss an die EZB-Ratssitzung in Frankfurt gesagt, er gehe im Laufe dieses Jahres von einer Konjunkturerholung aus, wenn auch mit langsamerem Tempo.

Bundesanleihen mit einer Laufzeit von zehn Jahren rentierten zuletzt bei 1,49 Prozent drei Basispunkte niedriger. Der Terminkontrakt Bund-Future stieg um 64 Basispunkte auf 144,10 Prozent.

Die Deutsche Bundesbank veröffentlichte am Morgen ihre halbjährliche Konjunkturprognose für Deutschland. Sie kürzte ihre Wachstumsprognose 2013 von 0,4 Prozent auf 0,3 Prozent und für 2014 von 1,9 Prozent auf 1,5 Prozent. Der Konjunkturausblick habe sich seit Ende 2012 aufgehellt, hieß es. Besser als erwartet ausgefallene Zahlen zur deutschen Industrieproduktion im April brachten kaum Impulse.

Peripherieanleihen konnten nach den Kurseinbrüchen am Vortag zumeist wieder zulegen. Am Donnerstag waren die Renditen teilweise um mehr als 20 Basispunkte gestiegen, nachdem die EZB keine weiteren geldpolitischen Maßnahmen ergriffen hatte.

Zehnjährige Italien-Bonds rentierten zuletzt bei 4,28 Prozent acht Basispunkte niedriger. Die Rendite der spanischen Staatspapiere mit einer Laufzeit von zehn Jahren fiel um fünf Basispunkte auf 4,61 Prozent. Bei den zehnjährigen portugiesischen Anleihen stieg dagegen die Rendite weiter um 12 Basispunkte auf 6,11 Prozent.

Am Markt für US-Staatsanleihen sind die Kurse gestiegen. Zehnjährige Treasuries rentierten bei 2,05 Prozent zwei Basispunkte niedriger.

Mit Spannung warten die Marktteilnehmer auf die um 14.30 Uhr MESZ anstehenden monatlichen Arbeitsmarktzahlen aus den USA. Sie erhoffen sie Hinweise auf die Konjunkturlage, denn von dieser macht die US-Notenbank abhängig, wann und in welchem Umfang sie ihre Anleihenkäufe verringert. Laut einer Umfrage von Bloomberg wird sich die Arbeitslosenquote von derzeit 7,5 Prozent nicht verändern.

Agentur
Bloomberg 
Bloomberg / Nachrichtenagentur

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