US-Schuldenstreit
Rätselraten ums Rating

Die Pleite der USA kann voraussichtlich verhindert werden, doch aus dem Schneider sind die Staaten nach der Einigung im Schuldenstreit nicht. Alles hängt jetzt an den Ratingagenturen. Doch die hüllen sich in Schweigen.
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DüsseldorfDie Einigung im US-Schuldenstreit in letzter Minute hat an den Märkten für Erleichterung gesorgt. Euphorie blieb allerdings aus. In Tokio gewann der Nikkei 1,3 Prozent, der Deutsche Aktienindex sprang im frühen Handel um 1,5 Prozent auf 7.265 Punkte an, gab einen Teil der Gewinne später aber wieder ab. Analysten warnten vor überzogenen Erwartungen. Denn neben den vielen offenen Punkten, die Republikaner und Demokraten erst in den kommenden Monaten klären wollen, ist vor allem noch eine Frage offen: Wie werden die Ratingagenturen auf den Kompromiss reagieren?

Die Ratingagenturen hatten den Ton gegenüber den USA in den vergangenen Wochen deutlich verschärft und mit einem Entzug der Spitzennote "AAA" gedroht. Vor allem Standard & Poor's hatte sich sehr aggressiv gezeigt und den USA neben einem langfristig niedrigeren Rating auch die unmittelbare Herabstufung auf "Default" angedroht, falls die Schuldenobergrenze nicht rechtzeitig angehoben werden und es zu Zahlungsverzögerungen kommen sollte.

Mit der Einigung von Sonntagabend hat sich die Lage entspannt – vorausgesetzt, der Kompromiss passiert den US-Kongress. "Sollte es nicht zu einer Abstimmungsspanne auf den letzten Metern kommen, ist zumindest die Gefahr einer Zahlungsunfähigkeit der USA und einer kurzfristigen Herabstufung des Ratings gebannt. Damit bliebe der Weltwirtschaft ein Schock auf dem Finanzmarkt erspart", gibt sich Bernd Weidensteiner, Volkswirt bei der Commerzbank zuversichtlich.

Der jetzt gefundene Kompromiss sieht vor, dass die USA das Schuldenlimit in zwei Schritten um bis zu 2,4 Billionen Dollar anheben. Gleichzeitig sollen die Ausgaben der USA im gleichen Volumen zurückgeführt werden. Die Details des Sparpakets sind allerdings noch offen, ein gemeinsamer Ausschuss von Demokraten und Republikanern soll diese festlegen.

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  • Weshalb man das sollte ? Denken Sie mal nach, vielleicht kommen Sie irgendwann darauf.

  • Tut mir leid, weder studiere ich derzeit, noch halte ich, dass was Du schreibst für Ironie.

    Und auf das Duzen im Internet will ich nicht verzichten, warum sollte man das?

  • Offenbar haben Sie keinerlei Sinn für Ironie. Wahrscheinlich sind Sie noch im 1. Studienjahr, da duzen sich alle...

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