US-Staatanleihen
US-Staatsbonds belasten Europas Anleihekurse

Am europäischen Rentenmarkt schaut man gespannt über den großen Teich. Bereits am Donnerstag hat der US-Anleihemarkt mit dem Sprung der zehnjährigen US-Staatsanleihe über die Rendite-Marke von fünf Prozent europäischen Anleihen die größten Kursverluste seit zwei Wochen beschert.

rez FRANKFURT. Bankstrategen erwarten, dass die schlechte Stimmung anhält, zumal die Renditen der US-Staatsanleihen in den USA weiter steigen, die Kurse entsprechend sinken sollen. Anhaltende Zinserhöhungserwartungen im Umfeld der starken US-Konjunktur lassen den „Abwärtstrend von Mitte Januar in Takt bleiben“, meinen die Commerzbank-Experten. Gestern sank die Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihe allerdings leicht auf 5,01 Prozent.

Interessant wird in dieser Woche die heutige Veröffentlichung des Protokolls der März-Sitzung des Offenmarktausschusses der US-Notenbank Fed. Investoren erhoffen sich Aufschluss über Gründe für weitere Zinserhöhungen, die ab Mai erwartet werden. Zudem stehen Preisdaten für März an, die die Anleihen wegen der weiter gestiegenen Energiepreise unter Druck setzen könnten. Erzeugerpreise für die USA werden heute veröffentlicht, für Deutschland in dieser Woche. Verbraucherpreise in den USA folgen morgen, in Euroland am Donnerstag.

Zum Wochenende rutschten die Kurse an Europas Rentenmarkt stark ab. Das Stimmungsbarometer Bund-Future verlor 0,66 Prozentpunkte auf 115,56 Prozent. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe stieg um 0,06 Prozentpunkte auf 3,95 Prozent und näherte sich der Vier-Prozent-Marke.

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