Anleger gebannt den Weg des Hurrikans
Hurrikan „Ivan“ verunsichert Anleger bei Rückversicherern

Verunsicherung über mögliche Ergebnisbelastungen bei den Rückversicherern durch Verwüstungen des dritten großen Hurrikans dieses Jahres in den USA hat die Aktienkurse der Branchenführer am Dienstag belastet.

HB FRANKFURT/MAIN. Die Papiere der Swiss Re, weltweit Nummer zwei der Branche, gaben 1,4 Prozent nach. Die Titel des Marktführers Münchener Rück verloren 0,7 Prozent auf 81,30 Euro und fielen damit stärker als der Deutsche Aktienindex (Dax), der 0,2 Prozent einbüßte. Bei Schäden etwa durch einen Wirbelsturm begleichen Versicherungsunternehmen vor Ort die Schäden ihrer Kunden, sind ihrerseits aber wieder bei Rückversicherern abgesichert.

Vor dem derzeit tobenden Hurrikan „Ivan“ hatten bereits die Wirbelstürme „Charley“ und „Frances“ zu Milliardenschäden in Florida und zu entsprechenden Belastungen bei den Versicherern geführt. Nun verfolgen Anleger gebannt den Weg, den „Ivan“ in der Karibik zurücklegt. „Wir schauen täglich mehrmals im Internet, wohin sich der Sturm bewegt“, sagte ein auf Finanzwerte spezialisierter Händler einer Frankfurter Großbank.

Zuletzt war „Ivan“ über den Golf von Mexiko gezogen und hatte Kurs auf die Küste der USA genommen. In den vergangenen Tagen hatte er mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 260 Kilometern pro Stunde auf Kuba große Zerstörungen angerichtet. Mindestens 68 Menschen sind durch den Sturm bislang ums Leben gekommen.

Der letzte große Hurrikan „Frances“ hat nach Schätzungen der Ratingagentur Fitch Schäden in Höhe von Rund zehn Milliarden Dollar angerichtet. Bei seinem Vorgänger „Charley“ gehen Experten von einer Schadenssumme von 7,4 Mrd. Dollar aus. Zum Vergleich: 1992 hatte der Hurrikan „Andrew“ Schäden von rund 25 Milliarden Dollar verursacht und war damit teuerste Naturkatastrophe aller Zeiten für die Versicherer.

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