Bankgebühren
Auslandsreise: Banken langen am Geldautomaten zu

Nach dem Urlaub sorgt der Blick auf den Kontoauszug häufig für eine böse Überraschung: Wer im Ausland am Automaten Geld zieht, muss mit hohen Gebühren rechnen. Ein Marktvergleich zeigt enorme Unterschiede je nach Bank. Welche Institute ihre Kunden schröpfen und wie Kunden auch im Ausland gratis abheben können.

Beim Blick auf den Kontoauszug vergeht manchen Ferien-Rückkehrer die Urlaubsstimmung. Die gelisteten Gebühren für das Abheben am Geldautomaten im Ausland verblüffen selbst den polyglottesten Bankkunden. Bis zu 5,15 Prozent des abgehobenen Betrages zahlen Kunden, wenn sie mit der Kreditkarte im Ausland Geld abheben. Das ist das Ergebnis eines Marktvergleiches der Frankfurter Finanzberatung FMH unter mehr als 20 Instituten.

Innerhalb der europäischen Währungsunion liegen die Sätze bei bis zu drei Prozent. Soviel zahlt, wer die falsche Kreditkarte der Citibank, Berliner Bank oder Volksbank Neuss in den Automaten steckt. Die SEB verlangt sogar 3,5 Prozent. "Wer deshalb nur kleine Beträge abhebt, zahlt sogar noch mehr ", sagt Max Herbst, Inhaber der Finanzberatung FMH. Denn viele Institute nehmen Mindestsummen pro Abhebung in Höhe von bis zu acht Euro.

In Ländern mit fremder Währung steigen die Sätze. Bis zu 1,90 Prozent zusätzlich stellt etwa die Berliner Sparkasse in Rechnung. Die Postbank nimmt außerhalb der Euro-Zone einen Aufschlag von 1,85 Prozent, Die Berliner Volksbank 1,80 Prozent.

Laut einem Branchenkenner sind so hohe Bankgebühren in Europa einmalig. Nach seinen Angaben berechnet beispielsweise Mastercard innerhalb der Europäischen Union meist eine interregionale Gebühr von 1,75 plus 0,3 Prozent.

Kunden, die sich die Gebühren sparen möchten, nutzen gerne ihre EC-Karte. Hier sind die Sätze nicht ganz so hoch, zumindest in der Euro-Zone. Ohne Währungsumtausch dürfen die Banken nur die gleichen Sätze berechnen, die auch im Inland anfallen würden, wenn der Kunde bei einer fremden Bank sein Geld zieht. Das gibt eine Verordnung der Europäischen Gemeinschaft (EG Nr. 2560/2001) vor. In den letzten Jahren sind diese Inlandsgebühren allerdings stetig gestiegen. Mindestentgelte von 7,50 bis zehn Euro pro Vorgang sind keine Seltenheit mehr.

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