Buffett und Sokol
Kronprinz fällt endgültig in Ungnade

David Sokol war heißester Anwärter auf den Thron des Investment-Stars Warren Buffett. Nach einem umstrittenen Aktienkauf verließ er die Firma, ein Aktionär klagte. Jetzt stellt sich Warren Buffett öffentlich gegen Sokol.
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OmahaWenige Tage vor der Hauptversammlung von Berkshire Hathaway hat Multimilliardär Warren Buffett seinen ehemaligen Mitarbeiter und Kronprinzen David Sokol des Insiderhandels und Verstoßes gegen Unternehmensethik bezichtigt.

Buffett veröffentlichte am Mittwoch einen Bericht des von Berkshire eingesetzten Untersuchungsausschusses. Dieser kam zu dem Schluss, dass Sokol „irreführende, unvollständige“ Angaben über sein Investment in den Chemiekonzern Lubrizol machte.

Sokol hatte Lubrizol-Aktien gekauft, kurz bevor Berkshire auf seine Empfehlung hin die Firma erwarb. Die Investition soll den Angaben zufolge ein Volumen von zehn Millionen Dollar betragen haben.

Sokol hatte Ende März gekündigt, um - wie er sagte - eine eigene Firma zu gründen. In einem Fernsehinterview wies er Vorwürfe im Zusammenhang mit dem umstrittenen Aktienkauf zurück. Er habe es für eine gute Investition für seine Familie gehalten, sagte er dem US-Sender CNBC.

Sokol galt lange Zeit als aussichtsreichster Kandidat für den Chefsessel bei Buffetts Investmentfirma. Am Wochenende findet die Hauptversammlung von Berkshire statt.

Agentur
dapd 
DAPD Deutscher Auslands-Depeschendienst GmbH / Nachrichtenagentur

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