Delisting
SGL Carbon AG zieht sich von der Wall Street zurück

Dem Wiesbadener Kohlenstoffspezialisten SGL Group ist die Präsenz an der New Yorker Börse offenbar zu aufwändig. Das Unternehmen will sich von dem US-Markt zurückziehen.

HB WIESBADEN. Dies teilte das im MDax gelistete Unternehmen am Freitag mit. Das geringe Handelsvolumen mit SGL-Aktien auf dem US-Markt rechtfertige nicht die pro Jahr drei Millionen Euro teure Notierung. Der Rückzug werde zum 30. Juni 2008 wirksam. Bereits am 26. März 2007 hatte die SGL Carbon AG, die Muttergesellschaft der SGL Group, bekannt gegeben, dass sie so rasch wie möglich deregistrieren möchte.

"Die SGL Group hat die Kosten und Vorteile der Registrierung überprüft und ist zu dem Schluss gekommen, dass ein Delisting sowie die Beendigung des ADR-Programms im Interesse ihrer Aktionäre ist", heißt es in der Pressemitteilung. Das American Depositary Receipt-Programm (ADR), das die Hinterlegungsscheine für Aktienzertifikate betrifft, werde zum 25. Juni 2007 gekündigt. Die Besitzer der ADRs können die Scheine bis zum 24. August 2007 in Stammaktien der SGL Carbon AG umtauschen.

Nach den neuen SEC-Regelungen wird nach der Kündigung des ADR-Programms und nach Ablauf einer Zwölf-Monatsfrist die Deregistrierung dann am 30. Juni 2008 umgesetzt. SGL war 1992 aus dem Zusammenschluss der deutschen SIGRI und der amerikanischen Great Lakes CARBON (GLC) hervorgegangen, 1996 löste sich das Unternehmen unter dem Namen SGL CARBON von der früheren Hoechst AG. Seitdem war es auch an der New Yorker Börse gelistet. Inzwischen firmiert es als SGL Group.

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