Einige Unsicherheiten
Wall Street hofft auf weitere Rekordwoche

Schon in den vergangenen Wochen kannten die US-Aktienmärkte nur eine Richtung: aufwärts. Für die nächste Woche hoffen Analysten nun darauf, dass gleich mehrere Indizes an ihren Rekordmarken kratzen. Sicher ist das aber noch nicht.

HB NEW YORK. Die Aktienmärkte in den USA könnten in der kommenden Woche von der jüngsten Übernahmewelle auf neue Rekordhöhen getragen werden. Allerdings könnten ein höherer Öl-Preis und die Quartalszahlen von Einzelhändlern die Begeisterung in New York abebben zu lassen.

Siebenmal in Folge haben inzwischen der Dow-Jones-Index der Standardwerte und breiter gefasste S&P-500-Index die Handelswoche im Plus beendet. Am Freitag schloss der Dow Jones auf einem Rekordhoch, der S&P kam dem nahe. Für diese Entwicklung werden insbesondere Großfusionen und Gerüchte über Großfusionen verantwortlich gemacht. So hieß es am Freitag aus Kreisen, General Electric könnte seine Kunststoffsparte für elf Milliarden Dollar veräußern.

Hohe Öl-Preise könnten diese Serie jedoch jäh beenden. Experten zufolge könnte der US-Verbraucher sich bis zum Feiertag Memorial Day - dem letzten Montag im Mai - mit einem Benzinpreis von vier Dollar je Gallone (0,78 Cent je Liter) konfrontiert sehen. An dem Gedenktag für die Kriegstoten beginnt die "driving season", in der Amerikaner besonders viel mit dem Auto reisen. Experten befürchten, dass bei höheren Benzinpreisen weniger Geld für andere Ausgaben ausgegeben wird. Die US-Wirtschaft ist zum größten Teil vom Konsum getrieben.

Aus dem gleichen Grund werden auch die anstehenden Quartalszahlen von Einzelhändlern wie Gap und Target mit einer gewissen Nervosität erwartet.

Wal-Mart und Home Depot hatten in der vergangenen Woche nicht geglänzt. Sollte sich dies fortsetzen, könnte das bedeuten, dass der US-Bürger weniger ausgibt. "Wir werden nach Erkenntnissen suchen, was das zweite Quartal für Einzelhändler bedeutet und ob der Verbraucher sich bewusst zurückhält", sagte Edward T. Maraccini von Johnson Asset Management. Allerdings ergänzte er: "Wenn man Aktien verkauft, wohin geht man dann?" Es gebe nicht viele aufregende Anlagemöglichkeiten im Moment. In der kommenden Woche stehen zudem US-Daten zu den Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe, dem Auftragseingang für langlebige Güter und den Eigenheimabsatz an.

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