„Flash Crash“ 2010
Börsenhändler wegen Manipulation verhaftet

Der sogenannte „Flash Crash“ hatte den US-Leitindex Dow Jones im Mai 2010 innerhalb von fünf Minuten um 600 Punkte abstürzen lassen. Nun wurde in Großbritannien der mutmaßliche Schuldige verhaftet.
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London/WashingtonEin Wertpapierhändler ist in Großbritannien wegen Marktmanipulation verhaftet worden – US-Behörden fordern seine Auslieferung. Der Mann habe mit einem automatisierten Handelsprogramm auf betrügerische Art zum kurzzeitigen Zusammenbruch des Aktienmarktes im Mai 2010 beigetragen, teilte das US-Justizministerium am Dienstag in Washington mit.

Der als „Flash Crash“ in die Finanzgeschichte eingegangene Vorfall hatte den US-Leitindex Dow Jones innerhalb von fünf Minuten um 600 Punkte abstürzen lassen. Das ist aber nur der Gipfel dessen, was dem 37-Jährigen vorgeworfen wird.

Der Brite wird unter anderem auch beschuldigt, mit seiner Firma Nav Sarao Futures in großem Stil Scheinaufträge für sogenannte Indexprodukte platziert zu haben. Damit habe er, so die Ermittler, die Kurse gedrückt, um Kontrakte auf Termingeschäfte, die er vorher veräußert hatte, günstiger zurückkaufen zu können.

Der Händler soll auf diese Weise über fünf Jahre hinweg 40 Millionen Dollar (37 Mio Euro) ergaunert haben. Nun muss er sich wegen Betrugs, Manipulation und anderer Vergehen verantworten. Auch die Finanzaufsicht CFTC hat ein Verfahren eröffnet.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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