Handelsblatt-Börsenspiel
Mit aggressiver Strategie an die Spitze

Die Führende beim Handelsblatt-Börsenspiel schafft es mit einer aggressiven Strategie in kurzer Zeit nach ganz oben. Der Wochensieger macht das dicke Geld mit einer Wette gegen Bundesanleihen.
  • 1

DüsseldorfZu sicher darf man sich nie sein: Wochenlang stand „mbledug“ beim Handelsblatt-Börsenspiel ganz oben. Nun hat es ihn erwischt. Die Teilnehmerin „inge52“ verdrängte ihn vom ersten Platz. Sie liegt mit ihrem Depot aktuell 251 Prozent im Plus und hat aus dem virtuellen Startkapital von 20.000 Euro fast 70.000 Euro gemacht. Das erstaunliche daran: „inge52“ hat sich beim Börsenspiel, das seit dem 14. Mai läuft, erst vor gut zwei Wochen angemeldet. Das zeigt: Auch wer später einsteigt hat eine Chance, ganz nach vorne zu kommen.

Die Spielerin geht die Sache sehr offensiv an. Die zur Verfügung stehenden zehn Trades pro Tag nutzt sie meistens voll aus - offene Positionen werden schnell wieder geschlossen, oft schon nach einer halben Stunde. Dabei setzte die Teilnehmerin zuletzt mit Optionsscheinen auf Gold und Euro.

In der Gesamtwertung liegt „mbledug“ nun auf Platz zwei mit einem Plus von 233 Prozent. Auf dem dritten Rang folgt "mel28" mit einem Gewinn von 204 Prozent.

Der Wochensieg ging an „piavi“. Der Spieler hat den Wert seines Depots in der vergangenen Woche fast verdoppelt. Sein bester Trade: Ein Put-Optionsschein auf einen fallenden Bund-Future; gekauft für 1.700 Euro, verkauft für 19.550 Euro.

Der Bund-Future ist ein Terminkontrakt, der den Kurs von langlaufenden deutschen Bundesanleihen widerspiegelt. Er gilt als Indikator für die weitere Zinsentwicklung - und als Fieberthermometer für die Schuldenkrise in Europa. Aus Angst vor der Krise haben sich die Anleger in den vergangenen Wochen auf sichere Bundesanleihen gestürzt. Das ließ sich auch am Bund-Future ablesen. Dessen Kurs hatte mit 146,89 Prozent am 1. Juni den höchsten Stand aller Zeiten erreicht.

Mancher Experte hielt den starken Anstieg für übertrieben - und rechnete mit einer Gegenbewegung. "Deutschland verliert durch die zunehmenden Risiken an Qualität", erklärte zuletzt Andrew Bosomworth, Fondsmanager und Deutschland-Chef des Vermögensverwalters Pimco.

Auch „piavi“ wird gedacht haben: Wenn ein Kurs so schnell steigt, dann geht es schnell wieder in die andere Richtung. Als die Korrektur kam, die den Bund-Future um mehr als fünf Prozentpunkte fallen ließ, war er mit dem Put-Optionsschein gegen den Terminkontrakt zur Stelle. Dank eines entsprechend großen Hebels war nicht mal eine heftige Kursbewegung nötig, um das große Geld zu machen und den Wochensieg einzufahren. Der Preis dafür: ein maßgeschneiderter Anzug im Wert von 1500 Euro.

Bislang sind etwas mehr als 15.000 Teilnehmer dabei, die online und mobil auf der Börsenspiel-App mitspielen. Wer am Ende oben steht, gewinnt einen Range Rover Evoque; zudem gibt es in jeder Woche attraktive Wochenpreise zu gewinnen. Das Börsenspiel läuft noch bis zum 3. August. Wer noch mitmachen möchte, kann sich anmelden unter: www.handelsblatt.com/boersenspiel

Kommentare zu " Handelsblatt-Börsenspiel: Mit aggressiver Strategie an die Spitze"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Glückwunsch liebes Handelsblatt!

    --->> Auf der einen Seite kritisiert ihr ständig die bösen bösen Banker/Spekulanten oder Märkte (was ja teilweise manchmal gerechtfertigt ist), und auf der anderen Seite startet ihr ein Börsenpiel, was nur gewonnen werden kann, wenn man möglichst riskant daytrading betreibt!!

    WIE PASST DAS ZUSAMMEN???

    Ps1.Für den durchschnittlichen Kleinanleger sind die im Artikel genannten Derivate doch zu über 99% nicht geeignet! Trotzdem wird das Bild suggeriert, man könne mal eben nebenbei innerhalb von zwei Wochen das Depot verdoppeln, oder mit Wetten gegen den Bund-Future (!!) das große Rad - ohne Risiko- drehen...

    Ps2. Würde mich sehr über eine kleine Anmerkung der Redaktion freuen!

    Gruß Heinrich


Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%