Höhenflug am ersten Handelstag
Neue Telstra-Aktien locken mit hoher Dividende

Die neuen Aktien des australischen Telekommunikationskonzerns Telstra haben ein erfolgreiches Börsendebüt gefeiert: Sie legten am Montag neun Prozent zu. Vor allem die Aussicht auf eine satte Dividende lockte die Käufer.

HB SYDNEY. Für die Anleger, die beim Verkauf der Telstra-Anteilsscheine durch die Regierung einen Zuschlag erhalten hatten, habe sich der Kauf somit schon am ersten Handelstag ausgezahlt, sagte der Vizechef der Australischen Aktionärsverbands, John Curry. „Sie konnten heute verkaufen und neun Prozent Gewinn machen.“ Die Regierung hatte wegen der starken Nachfrage fast doppelt so viele Telstra-Aktien wie ursprünglich geplant an den Mann gebracht und dadurch 15,5 Mrd. australische Dollar (etwa 9,3 Mrd. Euro) eingenommen.

Die neu platzierten Telstra-Aktien kosteten zum Handelsschluss am Montag 2,18 australische Dollar. Der Ausgabepreis an die Kleinanleger hatte zwei australische Dollar betragen. Die bereits vorher gehandelten Telstra-Papiere fielen allerdings um 3,2 Prozent auf 3,63 australische Dollar. Grund: Mehrere Anleger stießen ihre alten Telstra-Scheine ab und kauften dafür die neu platzierten Aktien.

Die hohe Dividendenrendite von etwa 14 Prozent hatten Analysten bereits als Begründung für die enorme Nachfrage nach den neuen Telstra-Aktien vor deren Verkauf durch die Regierung genannt. Etwa 60 Prozent der neuen Aktien gingen an Kleinanleger, die weniger zahlen mussten als institutionelle Investoren.

Die Regierung hatte den Verkauf damit begründet, dass sie nicht zugleich die Mehrheit an Telstra besitzen und als Telekom-Regulierer auftreten könne. Die Privatisierung von Telstra wurde 1997 eingeleitet, damals gab die Regierung ein Drittel des Unternehmens ab. 1999 folgte ein weiterer Verkauf von Aktien im Wert von 16 Mrd. australische Dollar. Bis vor kurzem hielt der Staat mit etwa 52 Prozent der Aktien aber weiterhin die Mehrheit an dem Konzern. Nach der dritten Verkaufsrunde - mittlerweile bekannt unter dem Namen „T3“ - ist der Anteil des Staates auf 17 Prozent geschrumpft.

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