Hohe Volatilität
Dax-Ausblick: Kursfeuerwerk fällt aus

Noch zwei Handelstage hat das Jahr 2007. Da werden die Anleger am deutschen Aktienmarkt kein Kursfeuerwerk abbrennen, meinen Experten. Eher werden die Börsen weiter schwanken. Allerdings stehen noch einige US-Konjunkturdaten an. Sie könnten die Kurse beeinflussen und die erste Richtung für das Börsenjahr 2008 vorgeben.

HB FRANKFURT. „Die starke Schwankungsbreite an den Aktienmärkten wird uns bis Jahresende weiter begleiten“, meinen die Börsenexperten des Stuttgarter Bankhauses Ellwanger & Geiger. Der „gewohnte Jahresausklang …, bei dem die Werte nur den Weg nach oben kennen“, der werde wohl dieses Jahr ausfallen, schreiben sie in ihrer aktuellen „Marktmeinung aus Stuttgart“.

Die Beobachter finden es immer wieder erstaunlich, dass sich der Markt, wenn auch nur kurzfristig, immer wieder hinreisen lasse zu „überschäumenden Kursgewinnen“, wenn die Notenbanken die Kreditinstitute mit Liquidität überhäufen. Dass dies überhaupt notwendig sei, zeige, wie stark die Immobilienkrise die Konjunktur beeinflusse. „Diese Verwerfungen werden uns auch noch die ersten Monate im neuen Jahr begleiten“, sind die Stuttgarter überzeugt.

Anleger erhoffen sich in der kommenden Woche vom Index des Verbrauchervertrauens (Donnerstag) und den Zahlen zum Eigenheimabsatz (Freitag) Hinweise auf die Wachstumsaussichten für die weltgrößte Volkswirtschaft. Denn die Experten sind sich einig: Das größte Risiko für den Aktienmarkt geht auch im kommenden Jahr von der US-Konjunktur aus. Sollte die Krise um Hypothekenkredite von Schuldnern mit niedriger Bonität (Subprime) auf andere Bereiche übergreifen, könnten die Börsenkurse weltweit ins Rutschen kommen.

Es bestehe zwar das Risiko einer US-Rezession, betont Helaba-Chefvolkswirtin Gertrud Traud. „Allerdings sind die Chancen für eine Erholung der US-Konjunktur im zweiten Halbjahr deutlich höher einzuschätzen. Da der Aktienmarkt üblicherweise mit rund sechs Monaten Vorlauf auf Konjunkturentwicklungen reagiert, sollten die Kurse bald anspringen.“

Ihre Zuversicht für die Konjunktur schöpfen Ökonomen vor allem aus den erwarteten Zinssenkungen der US-Notenbank, die damit versuchen werde, die weltgrößte Volkswirtschaft in Schwung zu halten. Sie rechnen mit einer Senkung des Leitzinses von derzeit 4,5 auf bis zu 3,5 Prozent.

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