Kein öffentlicher Börsengang
Finanzinvestor Apollo will Anteile abgeben

Die amerikanische Private-Equity-Firma Apollo Management will offenbar Anteile an institutionelle Investoren verkaufen. Das meldet das "Wall Street Journal". Danach will Apollo nicht wie die Konkurrenten Fortress und Blackstone direkt an den öffentlichen Markt gehen, sondern seine Anteile über eine private Börse der Investmentbank Goldman Sachs anbieten.

tor NEW YORK. Auf diese Weise bekommt die Gesellschaft zwar frisches Kapital, muss sich jedoch nicht den strikten Regeln der US-Börsenaufsicht SEC unterwerfen. Das Volumen der Neuemission ist noch unklar. Das von Leon Black geführte Unternehmen will außerdem knapp zehn Prozent seiner Anteile an eine Investmentgesellschaft in Abu Dhabi verkaufen. Die Transaktion ähnelt dem Schachzug von Blackstone-Gründer Stephen Schwarzman, der einen gleich hohen Anteil seiner Gesellschaft an einen staatlichen Fonds der chinesischen Regierung veräußert hat. Einen weiteren Anteil will Apollo offenbar an den kalifornischen Pensionsfonds Calpers weiterreichen. Calpers ist bereits mit 5,5 Prozent an der Private-Equity-Firma Carlyle beteiligt. Auch Fortress hatte vor seinem Börsengang Anteile an die japanische Bank Nomura verkauft.

Apollo folgt mit dem Umweg über den privaten Marktplatz von Goldman dem Beispiel von Oaktree Capital Management. Der Vermögensverwalter hatte im Mai ebenfalls Anteile über die alternative Börse verkauft. Der Marktplatz steht nur institutionellen Investoren offen. Privatanleger sind vom Handel ausgeschlossen. Goldman versucht auf diese Weise, interessierten Firmen einen Kapitalmarkt zu eröffnen und den traditionellen Börsen Konkurrenz zu machen.

Apollo-Chef Black liebäugelt seit längerer Zeit mit einem Börsengang. So bezeichnete der kürzlich das Marktumfeld als "großartig, um Kapital aufzunehmen oder Unternehmen zu verkaufen". Zugleich verglich er jedoch den Status eines börsennotierten Unternehmens mit dem "Leben in einem Aquarium, wo jeder kleine Anleger einen verklagen kann". Eine offene Anspielung auf die hohen Anforderungen an die Transparenz in den USA und die vielfältigen Klagemöglichkeiten.

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