Kritik aus dem Aufsichtsrat
Deutsche Börse vor Wechsel im Vorstand

Bei der Deutschen Börse bahnt sich offenbar ein Wechsel im Vorstand an. Der unter anderem für den Betrieb der weltgrößten Terminbörse Eurex verantwortliche Rudolf Ferscha werde den Konzern voraussichtlich bald verlassen, heißt es in Finanzkreisen.

FRANKFURT. Ferscha sei im Aufsichtsrat wegen der wenig erfolgreichen Expansion in den Vereinigten Staaten mit der Tochter Eurex massiv in die Kritik geraten, hieß es in den Kreisen. Daher werde er den Konzern demnächst verlassen.

Ein Sprecher der Deutschen Börse wollte die Aussagen nicht kommentieren. Ferscha selbst war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. Mit der Demission Ferschas würde erstmals seit dem Wechsel an der Spitze der Deutschen Börse ein prominenter Manager das Unternehmen verlassen.

Vor wenigen Wochen hatte Reto Francioni, zuvor Chef der Schweizer Börse SWX, in Frankfurt das Amt des Vorstandschefs vom umstrittenen Werner Seifert übernommen. Ferscha hatte die Eurex, ein Gemeinschaftsunternehmen der SWX und der Deutschen Börse, zur weltgrößten Terminbörse ausgebaut. Das Anfang 2004 gestartete Tochterunternehmen in den USA war jedoch bislang wenig erfolgreich. Derzeit sucht die Börse dafür einen Partner, nachdem sie zuvor sogar über eine Schließung nachgedacht hatte.

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