Kurspiloten
Ein Börsenprofi schlägt wieder zu

Im virtuellen Börsenspiel „Kurspiloten“ machte in der vergangenen Woche ein Profi den Pulsgeber. Der überlegene Gewinner des letztjährigen Börsenspiels „looser9“ konnte den Wochensieg einfahren.

DüsseldorfSeit Wochen werden die Märkte kräftig durchgeschüttelt. Das verlangt auch von den Teilnehmern der "Kurspiloten", dem aktuellen Börsenspiel des Handelsblatts, einiges Geschick. Sämtliche der zwölf handelbaren Indikatoren - wie Aktienindizes oder Wechselkurse - haben in den vergangenen Wochen starke Bewegungen gezeigt. Während es zunächst vor allem am Aktienmarkt turbulent zuging, gerieten in den letzten Tagen auch der Euro-Dollar-Kurs sowie die Rohstoffpreise in heftige Bewegung.

Am besten meisterte die Turbulenzen in der vergangenen Handelswoche der Spieler "looser9". Nachdem er in der Vorwoche noch weit hinten lag, konnte er seinen Depotwert auf knapp 150 Millionen Euro steigern und landete damit vor den Spielern "Kirtan" und "s0447277".

Hinter dem bescheidenen Alias "looser9" verbirgt sich mit Klaus Neukert ein guter Bekannter. Im vergangenen Jahr dominierte Neukert das Handelsblatt-Börsenspiel, aus 20.000 Euro Startkapital machte er damals 1,4 Millionen Euro, eine Rendite von 7000 Prozent. Bei den "Kurspiloten" ist Neukert von der Spitze noch ein gutes Stück entfernt. In der Gesamtwertung liegt er derzeit auf Platz 48. In Führung liegt hier "Lukas", der Sieger der ersten Spielwoche. Er kommt aktuell auf ein Vermögen von rund 332 Millionen Euro. Für ihn und alle anderen Teilnehmer der "Kurspiloten" gibt es im Vergleich zum Start des Börsenspiels zwei wichtige Änderungen. Um massive Verzerrungen bei der Preisbildung im Spiel zu vermeiden, dürfen Kauf- und Verkaufsgebote seit zwei Wochen nur noch maximal 15 Prozent vom aktuellen Börsenwert des jeweiligen Finanzindikators abweichen.

Außerdem werden die Gewinne der Vorwochen ab sofort zwar auf einem Sonderkonto gespeichert, das für die Gesamtwertung maßgeblich ist. Sie können aber nicht mehr für den laufenden Handel genutzt werden. Stattdessen erhält jeder Spieler jeweils freitags Wertpapiere und zehn Millionen Euro zusätzliche Liquidität als Grundausstattung für die neue Handelswoche. Dies ist nötig, um das Verhältnis von Kauf- und Verkaufsangeboten fair und die Kurse im Spiel realistisch zu halten.

Ralf Drescher
Ralf Drescher
Handelsblatt.com / Teamleiter Finanzen (bis 29.2.2012)
Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%