Modekonzern
Investor verkauft erneut Hugo-Boss-Aktien

Der Anteil des britischen Finanzinvestors Permira am Modekonzern Hugo Boss sinkt unter 50 Prozent. Der Investor gab bekannt, weitere Aktien abstoßen zu wollen. Permira winkt beim Verkauf ein Erlös von 800 Millionen Euro.
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Der Finanzinvestor Permira trennt sich von einem rund 850 Millionen Euro schweren Anteil am Modekonzern Hugo Boss. Die zum Finanzinvestor Permira gehörende Investmentfirma Red & Black platziere bis zu 7,9 Millionen Hugo-Boss-Aktien, erklärte das Modeunternehmen am Dienstagabend in einer Pflichtmitteilung. Das entspreche 11,2 Prozent am Grundkapital. Von einer mit der Angelegenheit vertrauten Person hatte Reuters zuvor erfahren, die Aktien sollten zu einem Stückpreis von 101,50 bis 107,05 Euro verkauft werden. Hugo-Boss-Aktien gingen am Abend mit 107,05 Euro aus dem Handel.

Durch die Platzierung der Aktien werde sich der Streubesitz der Hugo Boss AG auf rund 59 Prozent des Grundkapitals erhöhen, teilte das Unternehmen weiter mit. Dies dürfe die Attraktivität der Aktie bei institutionellen Anlegern weiter steigern und die Gewichtung im MDAX erhöhen. Für die restlichen Aktien habe sich Red & Black einer 90-tägigen Haltefrist unterworfen. Den Reuters-Informationen zufolge wird die Transaktion von Citi und BoA Merrill Lynch betreut.

Noch vor rund einem Monat hatte Permira bekundet, mit einem Ausstieg bei Hugo Boss keine Eile zu haben. "Wir haben derzeit keine Verkaufsabsichten", sagte ein Permira-Sprecher. In Finanzkreisen hieß es damals, es gebe auch kein Mandat für eine Bank, einen Verkaufsprozess für die insgesamt 3,7 Milliarden Euro schwere Beteiligung in Angriff zu nehmen.

Permira hielt zuletzt eine Beteiligung von 50 Prozent plus einer Aktie. Hugo Boss ist das Juwel im Permira Fonds IV, der noch bis 2016 läuft. Der Aktienkurs hat sich vervielfacht, seit die vor sieben Jahren eingestiegene Permira Claus-Dietrich Lahrs an der Spitze des Modeunternehmens installiert hat. Permira hatte zuletzt Ende Mai seinen Anteil für 419 Millionen Euro von 56 auf 50 Prozent abschmelzen lassen und durfte deshalb bis Ende August keine weiteren Papiere ohne Zustimmung der Banken auf den Markt werfen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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