Neue Dax-Regeln
Depfa will den Dax stürmen

Die Staatsfinanzierungs-Bank Depfa rechnet sich mit den neuen Dax-Zugangsregeln gute Chancen aus, in den deutschen Leitindex aufzusteigen. Indexspezialisten sehen auch im finnischen Handy-Hersteller Nokia einen potenziellen Dax-Aufsteiger.

HB FRANKFURT. „Wir hoffen, jetzt zum Dax-Kandidaten zu werden“, sagte ein Sprecher der Spezialbank Depfa am Mittwoch. Die Depfa, die ihren Sitz aus steuerlichen Gründen im irischen Dublin hat, habe deutsche Wurzeln. Deutschland sei zudem noch immer ein wichtiger Markt für das Unternehmen, das die Budgets der öffentlichen Hand finanziert.

Nach den neuen Regeln der Deutschen Börse muss ab Oktober für eine Aufnahme in den aus 30 Unternehmen bestehenden Dax entweder die Unternehmensleitung in Deutschland sitzen oder der Hauptteil des Aktienhandels in Frankfurt stattfinden. Damit haben auch ausländische Unternehmen Chancen auf eine Notierung im Dax.

Der Depfa-Sprecher ergänzte, nahezu der gesamte Börsenhandel entfalle auf Frankfurt. Depfa-Aktien sind dort bislang einer der größten Werte im Nebenwerte-Index MDax.

Der Indexspezialist Matthias Jörss von Sal. Oppenheim bestätigt die Möglichkeit: Für ihn zählt die Depfa zu den Kandidaten für einen mittelfristigen Dax-Aufstieg nach neuen Regeln. Insgesamt erwartet er durch die Neuregelung zunächst kaum Veränderungen im Dax. „Auf die Dauer gesehen kann das allerdings für Werte wie Nokia, die einen recht hohen Teil des eigen Börsenumsatzes in Deutschland haben, interessant werden“, sagte Jörss.

Die entscheidenden Kriterien für eine Aufnahme in den Dax sind die Marktkapitalisierung und der Börsenumsatz. Wenn die im Streubesitz befindlichen Aktien hier jeweils zu den 35 Besten zählen, können sie in das wichtigste deutsche Börsenbarometer aufgenommen werden. Die Depfa Bank erfüllt eigenen Angaben zufolge bereits das Kriterium der Marktkapitalisierung und liegt beim Umsatz nur unweit der Anforderungen für den Dax.

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