Oracle und Nike legen Zahlen vor
US-Indizes könnten neues Fünf-Jahres-Hoch erreichen

Auch in der kommenden Woche wird sich an der Wall Street nach Auffassung von Analysten alles um das Thema Inflation und Zinserhöhungen drehen. Investoren hoffen auf positive Daten zu den US-Erzeugerpreisen, die am am Dienstag veröffentlicht werden. Dann könnten neue Höchststände folgen.

HB NEW YORK. Sollte der Bericht wie erwartet ausfallen, könnten die Aktienmärkte ein Fünf-Jahres-Hoch erreichen - zumindest was die Indizes Dow Jones 30 und S&P 500 angeht. Der Dow Jones liegt 58 Punkte unterhalb des Hochs aus dem Jahr 2001 (damals 11 937 Punkte), dem S&P 500 fehlen noch fünf Zähler gegenüber den 1 312 Zähler vor rund fünf Jahren. Anders sieht die Situation bei den Indizes an der Technologiebörse Nasdaq aus. Der Auswahlindex Nasdaq liegt bei dem aktuellen Stand von 1 685 Punkten noch deutlich unter dem Fünf-Jahres-Hoch mit 2052 Zählern.

Bereits in der vergangenen Woche zeigten sich Marktteilnehmer erfreut über die Zahlen zu den US-Verbraucherpreisen, die eine gemäßigte Inflation für den vergangenen Monat zeigten und damit die Sorge vor deutlichen Zinsschritten der US-Notenbank Fed dämpften. Daraufhin gewannen vor allem Aktien von Firmen, die in der Regel besonders empfindlich auf steigende Kosten für die Geldbeschaffung reagieren, allen voran Finanzdienstleister und Hausbauer.

In der vergangenen Woche legte der Dow-Jones-Index der Standardwerte um 1,84 Prozent zu. Der breiter gefasste S&P-500-Index stieg um zwei Prozent. Der Index der Technologiebörse Nasdaq kletterte um 1,96 Prozent.

Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Analysten erwarten für den Erzeugerpreis-Index im Februar einen Rückgang von 0,1 Prozent. Ohne die Kosten für Lebensmittel und Energie wird in der Kernrate mit einem Anstieg von 0,2 Prozent gerechnet. Sollten die Zahlen des Arbeitsministeriums ähnlich ausfallen, würde dies den Druck auf die Notenbänker der Fed zu weiteren Zinserhöhungen mindern, sagte Richard Sichel von Philadelphia Trust. Investoren würden zudem aufmerksam eine Rede des Fed-Chefs Ben Bernanke am Montag verfolgen.

Der Leitzins liegt derzeit bei 4,5 Prozent. Das nächste Treffen der Fed steht am 27. und 28. März an. Von Reuters befragte Ökonomen erwarten einen maximalen Leitzins zwischen 5,0 und 5,5 Prozent. Höhere Zinsen führen zu höheren Kosten für die Geldbeschaffung, was für gewöhnlich die Gewinne von Unternehmen schmälert und die Kauflust von Verbrauchern zügelt. Außerdem verlieren Aktien als Geldanlage generell an Attraktivität bei höheren Zinsen.

Neben den Daten zur Inflation steht zudem eine Reihe von Unternehmensberichten an: Die Software-Firma Oracle legt ihre Zahlen zum dritten Quartal am Montag vor, gefolgt vom weltgrößten Sportartikel-Hersteller Nike am Dienstag. Das Software-Unternehmen Adobe Systems berichtet am Mittwoch seine Zahlen zum ersten Quartal ebenso wie die zweitgrößte US-Bank Morgan Stanley.

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