Razzia wegen Aktienmanipulation
SdK-Funktionäre erhielten einen Tipp

Die Beschuldigten im Verfahren gegen einige ehemalige Funktionäre der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger (SdK) wegen Aktienmanipulation sind nach Angaben des "Spiegel" vor einer Razzia gewarnt worden.
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MünchenIm größten Verfahren wegen Aktienmanipulation in Deutschland sind mehrere Beschuldigte vor einer Razzia gewarnt worden. Dies sei „in krimineller Weise“ geschehen, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft am Landgericht München I am Freitag. Die Staatsanwaltschaft ermittele deshalb gegen Unbekannt. Es gebe jedoch keine Hinweise darauf, dass die Beschuldigten wichtiges Beweismaterial beiseite geschafft hätten.

Das Magazin „Der Spiegel“ berichtete am Freitag vorab, der Staatsanwaltschaft sei ein „peinlicher Patzer“ unterlaufen. „Das weisen wir zurück“, sagte die Sprecherin. Es gebe keine Hinweise darauf, dass die Warnung aus der eigenen Behörde kam.

Die Anklagebehörde ermittelt derzeit gegen rund 30 Beschuldigte, die durch Manipulationen bei rund zwei Dutzend börsennotierten Unternehmen Millionen verdient haben sollen. Darunter sind zwei ehemalige Funktionäre der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger (SdK). Seit der Razzia sitzen sie in Haft. Sie und ein dritter Beschuldigter, der seit Januar wieder auf freiem Fuß ist, erhielten laut „Spiegel“ wenige Tage vor der Razzia einen Tipp durch einen anonymen Brief.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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