Unternehmen sind international aufgestellt
Börsianer: Gesundheitsreform belastet Pharmatitel kaum

Die deutschen Pharmakonzerne können nach Einschätzung von Analysten mögliche negative Effekte der geplanten Gesundheitsreform auf Grund ihrer internationalen Ausrichtung gut verkraften. Daher dürften auch die Auswirkungen auf die Aktien der Unternehmen kaum spürbar sein, sagten Börsianer am Montag mit Blick auf die Einigung von Regierungskoalition und Union zur Reform des Gesundheitswesens.

Reuters FRANKFURT. "Die geplante Reform dürfte zwar negative Auswirkungen auf die Pharmakonzerne haben. Aber diese können das ganz gut durch ihre breite und internationale Aufstellung verkraften", sagte Peter Düllmann, Analyst bei Sal. Oppenheim. Zudem sei es noch zu früh, um genaue Effekte anzugeben, da Details noch nicht bekannt seien. Nach Ansicht von Schering-Analyst Sascha Tinnefeld kann die Reform zwar die Aktien des Berliner Pharma-Konzerns etwas belasten. "Aber bei einem internationalen Konzern wie Schering ist der US-Markt wichtiger", fügte er hinzu. Die Pharma-Titel im Deutschen Aktienindex (Dax) gaben zu Wochenbeginne im Einklang mit dem fallenden Gesamtmarkt nach. Die Aktien von Schering verloren rund ein Prozent auf 40,90 Euro, die Papiere des Pharma- und Chemiekonzerns Bayer büßten 1,5 Prozent auf 19,87 Euro ein und die Titel des Pharma- und Spezialchemiekonzerns Altana fielen um 1,6 Prozent auf 51,52 Euro.

Der Verhandlungsführer der Union, Horst Seehofer (CSU), hatte am Montag angekündigt, auch die Wirtschaft an der Finanzierung der Reform beteiligen zu wollen. "Zum Beispiel die Hersteller im Arzneimittelbereich mit einer Milliarde Euro", sagte er. In der Nacht zum Montag hatten sich die Regierungskoalition und die Union bei den Gesundheitskonsensverhandlungen geeinigt. Details waren nicht genannt worden.

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