Börse Inside
US-Investoren verfügen über hohe Liquidität

Viele Investoren in den USA verfügen über hohe Bestände liquider Mittel, die in Geldmarktfonds geparkt sind. Nun rechnen Experten damit, dass ein Teil dieser Mittel in den Aktienmarkt fließen und die Kurse in die Höhe treiben wird.

Bloomberg NEW YORK. Im September waren 2,2 Billionen Dollar in Geldmarktfonds angelegt. Das entspricht 18 Prozent der gesamten Marktkapitalisierung des Wilshire-5000-Total-Market-Index, des breitesten US-Börsenbarometers. Nachdem das Anlagekapital der Geldmarktfonds im Jahr 1982 einen Anteil von 22 Prozent am Wilshire 5000 erreicht hatte, stieg der Index in den folgenden zwölf Monaten 58 Prozent. Einige Investoren rechnen auch jetzt mit einem starken Kapitalstrom in Aktien. „Wir sehen, dass Geld in den Markt fließt“, sagt Robert Reynolds, Vice Chairman bei der weltgrößten Fondsgesellschaft Fidelity Investments. „Die Anleger sind optimistisch, und wir sehen es an dem Kapitalzufluss in Aktien.“ Das verwaltete Kapital der Geldmarktfonds ist gestiegen, weil Anleger während der Börsenbaisse mehr Geld in die Fonds gepumpt haben. Das Verhältnis von Geldmarktkapital zum Wilshire 5000 erreichte im Februar mit 28 Prozent seinen Höhepunkt. Seitdem ist der Index 24 Prozent gestiegen.

US-Anleger haben im dritten Quartal bereits mehr als 40 Mrd. Dollar in Aktienfonds gesteckt, um an der seit sechs Monaten anhaltenden Rally am Aktienmarkt teilzuhaben. Aktienfonds haben im Schnitt im Zeitraum zwischen Juli und September 5,6 Prozent zugelegt. Der Kapitalstrom in Aktienfonds übersteigt die 23 Mrd. Dollar, die Anleger im Juli und August nach Berechnungen des Investment Company Institute aus Anleihefonds abgezogen haben. „Der Markt hat noch Stoff für einen weiteren Anstieg“, erklärt Zachary Karabell, Portfoliostratege bei Fred Alger Management in New York. Zudem wird erwartet, dass die Gewinne der US-Unternehmen im dritten Quartal das stärkste Wachstum seit dem Jahr 2000 aufweisen werden.

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