Während Ermittlungen
JP Morgan beurlaubt Devisenhändler-Chef

Die US-Großbank JP Morgan beurlaubt ihren leitenden Devisenhändler in London. Ein Datum für seine Rückkehr gibt es nicht. Die Aufsichtsbehörden untersuchen derzeit eine mögliche Manipulation am Markt.
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Die US-Großbank JPMorgan hat ihren leitenden Devisenhändler in London, Richard Usher, beurlaubt - während die Aufsichtsbehörden derzeit eine mögliche Manipulation am Markt untersuchen. Das erfuhr Bloomberg News am späten Mittwoch von zwei Personen, die mit dem Vorgang vertraut sind.

Usher wurde demnach vor zwei Wochen im gegenseitigen Einvernehmen beurlaubt. Ein Datum für seine Rückkehr gebe es nicht. Ihm wird weder ein Fehlverhalten vorgeworfen, noch sei er suspendiert worden, sagten die Personen. Usher reagierte weder auf E-Mails noch Anrufe mit der Bitte um eine Stellungnahme. Finanzaufseher nehmen Kreisen zufolge derzeit einen Gruppen-Chat von leitenden Händlern bei Banken wie Barclays, Citigroup, Royal Bank of Scotland und UBS unter die Lupe. Die Prüfung der Sofortmitteilungen finde im Zusammenhang mit einer möglichen Manipulation Marktes statt, sagten in diesem Monat vier mit dem Vorgang vertraute Personen gegenüber Bloomberg News.

Die Teilnehmer des Chats, die sich offenbar selber „das Kartell“ nannten, sollen Informationen über Positionen und Kundenaufträge ausgetauscht haben. Usher und Matt Gardiner, der bei Barclays und UBS tätig war, gehörten dieser Gruppe an, sagten drei Personen. Auch Gardiner, der nun für Standard Chartered Plc arbeitet, wurde beurlaubt.

Usher war - bevor er im Jahr 2010 bei JPMorgan anfing - für RBS tätig. Die britische Bank habe Kopien der Gruppenkonversationen bei der Aufsichtsbehörde Financial Coduct Authority (FCA) eingereicht, nachdem sie zu dem Schluss gekommen sei, der ehemals leitende Händler habe zu viele Informationen an die Wettbewerber weitergegeben, verlautete aus Kreisen. Am Devisenmarkt werden täglich 5,3 Billionen Dollar umgesetzt. In den USA, der Europäischen Union, Großbritannien und der Schweiz finden Untersuchungen zu möglichen Manipulationen des Devisenmarkts statt.

Agentur
Bloomberg 
Bloomberg / Nachrichtenagentur

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