Wirksam werden die Umstellungen Ende September
Verbleib von Bayer und VW im Stoxx50 unwahrscheinlich

Die Aktien von VW und Bayer werden nach Berechnungen von Analysten wegen gesunkener Marktbewertung voraussichtlich aus den viel beachteten europäischen Stoxx-Standardwerteindizes herausfallen.

HB FRANKFURT. "Bei VW ist es knapp, bei Bayer etwas deutlicher. Aber beide fallen wohl raus", sagte Christian Stocker, Indexexperte bei der HVB, am Dienstag nach Börsenschluss. Analysten anderer Banken kamen zu dem gleichen Ergebnis, das sich bereits in den vergangenen Tagen abgezeichnet hatte. Der Indexanbieter Stoxx will am Mittwochabend auf Basis der Schlusskurse dieses Dienstags die Veränderungen in seinen Indizes veröffentlichen. Wirksam werden die Umstellungen Ende September.

Die lange vom Abstieg aus dem Deutschen Aktienindex (Dax) bedrohten Tui-Titel dürften sich nach Meinung der Experten jedoch durch die Kursgewinne von mehr als 20 Prozent in den vergangenen Wochen die Mitgliedschaft im Dax gesichert haben. Die endgültige Entscheidung teilt die Deutsche Börse am Freitagabend nach Börsenschluss in den USA mit.

Im EuroStoxx50, der die 50 größten börsennotierten Unternehmen der Euro-Zone umfasst, wird den Berechnungen zufolge wie erwartet die französische Bank Credit Agricole an die Stelle von Volkswagen treten. Der Stoxx50 der 50 größten börsennotierten Unternehmen Europas wird demnach zwei Veränderungen erfahren. Für Bayer und den niederländischen Versicherer Aegon rücken voraussichtlich Ericsson und Societe Generale nach.

Die Mitgliedschaft in einem der großen Börsenbarometer ist für Unternehmen wichtig, weil sie so stärker ins Blickfeld vor allem der Fondsmanager rücken. Viele internationale Vermögensverwalter orientieren sich bei der Zusammensetzung ihrer Portfolios an diesen Indizes. Außerdem werden Zertifikate und indexgebundene Fonds, die ein Börsenbarometer eins zu eins nachbilden, immer beliebter. Die Experten von Dresdner Kleinwort Wasserstein schätzt, dass in Aktien des populären EuroStoxx50 rund 40 Milliarden Euro durch diese passiven Anlagestrategien investiert sind. Für den Stoxx50, der neben der Euro-Zone auch die wichtigen Kapitalmärkte der Schweiz und Großbritanniens berücksichtigt, rechnen sie mit rund 25 Milliarden Euro.

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