Börse Inside
Zhong De will an deutsche Börse

Schon in Kürze könnte es zum ersten Listing eines chinesischen Unternehmens an der Börse in Frankfurt kommen. Die Zhong De Waste Technology AG plant den Börsengang im Premiumsegment Prime Standard.

scc FRANKFURT. Der Vorstandschef von Zhong De Waste Technology AG, Zefeng Chen, hat als mögliches Datum für die Erstnotiz zwar lediglich den weiteren Verlauf des Jahres 2007 in Aussicht gestellt. Marktkreisen zufolge könnte es jedoch bereits in den nächsten Wochen zum Börsendebüt kommen.

Zhong De Waste Technology wurde im Jahr 1996 gegründet. Die Firma stellt kleine und mittelgroße Müllverbrennungsanlagen her und ist damit im Reich der Mitte vor allem in Provinzstädten sehr erfolgreich. Seither wurden rund 170 Anlagen erstellt. Das Unternehmen hat zwei Standbeine: Zum einen bietet es Anlagen für medizinischen Müll, beispielsweise aus Kliniken, an. Zum anderen wird der kommunale Müll in den Anlagen verbrannt.

Zugute kommt Zhong De – der Name steht für die beiden chinesischen Worte China und Deutschland – das im Rahmen der Industrialisierung immens gestiegene Müllaufkommen, mit dem die Volksrepublik vor zwei Jahren sogar die USA überholt hat. 93 Prozent des Mülls landen auf kommunalen Kippen, vier Prozent werden kompostiert und nur drei Prozent verbrannt. Die Anlagen von Zhong De verwandeln die Wärme der Müllverbrennung in Gas.

Im vergangenen Jahr hat das Unternehmen einen Umsatz von 19 Mill. Euro und dabei einen Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) von 11,9 Mill. Euro erzielt. Die Ebit-Marge lag damit für hiesige Verhältnisse bei ungewöhnlich hohen 62,7 Prozent. Im ersten Quartal 2007 setzte es 7,4 Mill. Euro um und verdiente dabei 4,1 Mill. Euro.

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