Zinsen
Druck auf den Dollar

Die Währungs- und Zinsentwicklung wird immer mehr zu einem börsenbestimmenden Faktor.

Kippt der schwache Dollar den Börsenaufschwung? Zwei Drittel der deutschen Exporte gehen in die EU, in den Branchen Automobile, Chemie oder Maschinen- und Anlagenbau sind die Exporte in den Dollar-Raum aber immens wichtig. Bei steigendem Euro und fallendem Dollar werden Importe aus Europa für Amerikaner teurer. Als sich im vierten Quartal der Dollar-Abschwung beschleunigte, zuckte der Dax denn auch merklich zusammen. Seit Jahresbeginn hat die US-Währung gegenüber dem Euro fast elf Prozent verloren.

Auf Sicht von mehreren Jahren noch gefährlicher für den Dollar als ein etwas schwächeres US-Wachstum sind die riesigen Defizite, welche die USA im Handel mit Asien und den Ölstaaten anhäufen. An den Börsen ist zurzeit niemandem klar, wohin die beiden wichtigsten Zentralbanken steuern. Fest steht nur, dass der Zinsvorsprung schmilzt, den US-Anlagen gegenüber Euro-Investments haben. US-Zentralbankchef Ben Bernanke schleuste den Leitzins in Schritten bis auf 5,25 Prozent Ende Juni. Seitdem ist Ruhe.

Sein Kollege Jean-Claude Trichet, Chef der Europäischen Zentralbank EZB, schraubte den Leitzins Anfang Dezember von 3,25 auf 3,50 Prozent. Dann orakelte er, eine Zinserhöhung im Februar sei nicht sicher, was bei Aktienkäufern Begeisterung auslöste. Anleihehändler lasen hingegen aus Trichets Bemerkung, die EZB werde die Inflation genau beobachten, eine versteckte Ankündigung von Zinserhöhungen heraus und verkauften Bonds. Wer recht hat? Werden wir im Dezember 2007 wissen.


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