„Biathlon-Anleihe“ der Helaba ist eine riskante Zinswette – Angebot an Sparkassen-Kunden
Nicht medaillenverdächtig

Wenn prominente sportliche Veranstaltungen anstehen, springt auch die Merchandising-Maschinerie an.

FRANKFURT/M. So auch bei der am vergangenen Freitag gestarteten Biathlon-Weltmeisterschaft im thüringischen Oberhof. Während die Athleten aus 39 Nationen um Medaillen bei dem aus Ski-Langlauf und Scheibenschießen kombinierten Sport kämpfen, bieten die Ausrichter jede Menge Souveniers an: Zum Beispiel das Maskottchen „Flocke“ – einen Schneemann – aus Plüsch mit blauem Laibchen im durchsichtigen PVC-Rucksack für 15 Euro.

Daran ist nichts auszusetzen. Doch auch die Landesbank Hessen- Thüringen (Helaba) will die Weltmeisterschaft für sich nutzen. Sie hat „passend zu diesem sportlichen Großereignis“ eine „Biathlon-Anleihe“ auf den Markt gebracht.

Das Wertpapier setzt sich – hier ist die Gemeinsamkeit mit dem Wettkampf zu sehen – aus zwei Disziplinen bzw. Phasen zusammen, nämlich einer fest- und variabel verzinslichen. Die Anleihe hat eine Laufzeit von fünf Jahren, dann wird sie zum Nennwert von 100 % zurückgezahlt. In den ersten zwei Jahren wird sie mit 3,2 % verzinst. Damit bietet die Anleihe laut Helaba einen „attraktiven Aufschlag“ gegenüber dem aktuellen Kapitalmarktniveau. Das stimmt aber nur dann, wenn man zum Vergleich zweijährige Bundesanleihen heranzieht. Die rentieren derzeit mit rund 2,4 %. Wer jetzt sofort eine fünfjährige Staatsanleihe kauft, bekommt dagegen 3,5 % Rendite und damit mehr als bei der „Biathlon-Anleihe“.

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