Deka verspricht Mindestrendite für Immobilienfonds
Dekas dürftige Garantie

DÜSSELDORF. Eine interne Untersuchung der Deka-Bank hat ergeben, dass für ihren Deka-Immobilienfonds in den nächsten vier Jahren ein Abwertungsrisiko von 1,1 Mrd. Euro besteht. Frühere externe Gutachten hatten einen Wertberichtigungsbedarf von 600 Mill. bzw. 700 Mill. Euro festgestellt.

Für die Anleger ist dies allein kein Grund, Hals über Kopf Anteile zu verkaufen. Denn die internen Erkenntnisse der Bank verändern die Anteilspreise nicht. Das können nur die Gutachten der externen Sachverständigen, die auch jetzt wie vorgesehen peu à peu über das Jahr verteilt die Immobilienwerte feststellen werden.

Ist das Risiko nun höher als zuvor? Darauf gibt es keine eindeutige Antwort. Die früheren Gutachten basierten auf Stichproben zu einem bestimmten Stichtag. Damals hieß es, es seien vor allem die problematischen Objekte begutachtet worden. Nun wurden alle Gebäude bewertet. Dabei sei man von einer Anschlussvermietungsquote von 80 Prozent und einem Mietrückgang bei der Neu- oder Weitervermietung von zehn Prozent ausgegangen, teilte die Bank mit. Schlechter kann es aus ihrer Sicht nicht mehr kommen. Ende Juli betrug die Vermietungsquote 82,7 Prozent. Viel Luft nach unten ist zumindest in diesem Punkt nicht mehr.

Kämen die amtlich bestellten Sachverständigen zum gleichen Ergebnis wie die interne Untersuchung, würden sie den zurzeit mit gut fünf Mrd. Euro bilanzierten Immobilienbestand binnen vier Jahren um zwanzig Prozent abwerten.

Nun weiß die Deka-Bank auch, dass kein vernünftiger Anleger dieses Risiko eingehen wird. Denn durch Mieterträge wäre dieser Wertverlust nicht zu kompensieren. Die Verstrickung in den Frankfurter Immobilienskandal im vergangenen Jahr und der von externen Gutachtern festgestellte Abwertungsbedarf hat bereits zu horrenden Mittelabflüssen geführt, die sich auf zwei bis drei Mill. Euro täglich eingependelt haben. Das war, bevor die „Worst Case-Betrachtung“ öffentlich wurde. Nun dürften die Anteilsrückgaben wieder zunehmen.

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