Relative Preisvergleiche sprechen für das Edelmetall
Time for Gold

Das "altmodische Metall" Gold müsste nach mehreren Berechenungen eigentlich viel teurer sein als es der Fall ist. Die Anleger scheinen den Zahlenspielen aber nicht zu trauen.

FRANKFURT. Im Werbespot greift die attraktive Dame nach dem Naschwerk. Sie befreit die Süßigkeit aus ihrer Goldfolien-Ummantelung. Die Verpackung der Pralinee liefert den Slogan, auf den der Spot dann überblendet: „Time for Gold“ bedeckt für Sekunden den Bildschirm. Das brennt sich dem Betrachter ins Bewusstsein – Anlegern noch mehr als den Naschkatzen.

Erstere verfolgen derzeit, wie der Goldpreis unbeirrt gen Norden strebt. So scheint es nur noch eine Frage der Zeit, bis der Unzenpreis (31 Gramm) die 500-Dollar-Marke knackt. Die allgemeine Hausse der Rohstoffpreise haucht einer Disziplin neues Leben ein, die in den vergangenen Jahren in den Hintergrund gerückt war. Es geht um den Vergleich relativer Preis- und Kursentwicklungen. Derzeit machen die Rohstoff-Haussiers diese Betrachtungsweisen wieder populär.

Teilweise sind die abgeleiteten Ergebnisse eher unangenehm für manche wertpapiergläubigen Anleger und Analysten. Edelmetall-Fans wie Pierre Lassonde spielen die Resultate dagegen in die Hände. Der Chef der weltgrößten Goldfördergesellschaft Newmont Mining präsentierte einen 100-Jahres-Chart für die Entwicklung des Verhältnisses von Dow-Jones-Index und Goldpreis. Das Bild zeigt verblüffende Zyklen.

Der aktuelle Quotient aus 10 500 Dow-Punkten und einem Unzenpreis von 470 Dollar liegt bei rund 22 (10 500 geteilt durch 470). Diese Relation macht Anstalten, von ihrem Top nach unten abzudrehen. Sie fiel in der Vergangenheit regelmäßig auf einen Tiefststand zwischen eins und zwei. Um dort anzukommen, müsste der Dow kräftig abrutschen und das Metall massiv steigen. Lassonde findet klare Worte zur Lagebeurteilung: Gold ist trotz seiner Hausse immer noch viel zu billig, Aktien sind zu teuer.

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