Unter Investoren galten Gold und Euro bisher als Alternativwährungen zum Dollar
Goldene Kurven

Die Chartisten mussten lange warten. Jetzt ist es passiert: Der Goldpreis markierte ein neues 16-Jahreshoch – auf Euro-Basis. Damit scheint für die Anhänger des Edelmetalls ein großes Problem überwunden zu sein. Seit Jahren haussiert Gold.

FRANKFURT/M. Aber da der Preis in Dollar festgestellt wird, profitierten in Euro denkende und zahlende Anleger nicht, denn die US-Devise tendierte schwach.

Unter Investoren galten Gold und Euro bisher als Alternativwährungen zum Dollar. Sie stiegen, wenn der Dollar fiel – und umgekehrt. Das hat sich geändert. Seit einigen Wochen steigt Gold (in Dollar), aber der Euro ist eher abschüssig. Die Analysten von RBC Capital Markets sehen einen Grund in der geschwächten Position des Euros nach den Ablehnungen der EU-Verfassung in Frankreich und den Niederlanden. Vorbei ist die Zeit, in der die Anleger auf der Suche nach Streuung ihrer Dollarrisiken auf die europäische Gemeinschaftswährung ausgewichen seien. Jetzt frage man stärker Gold als härteste „Währung“ nach.

Nach dem Überwinden der charttechnischen Widerstandsmarke blicken die Optimisten hoffnungsfroh in die Zukunft. Martin Siegel, Fondsmanager eines in Goldminen investierenden Aktienfonds, setzt schon einmal ein Preisziel von 500 Dollar je Unze für den weiteren Jahresverlauf. Wichtigster Faktor für den weiteren Preisaufschwung sei allerdings die fallende Minenproduktion. Laut Siegel müsste der Preis sogar auf 650 bis 700 Dollar ansteigen.

Gold dürfte in Zukunft eine wichtigere Rolle in den Anlegerportfolios spielen. Investoren suchen nach Alternativen zu den niedrig rentierenden klassischen Wertpapieren, werden teilweise auch skeptischer gegenüber Papierwährungen im allgemeinen. Das spricht für ein Comeback des Edelmetalls.

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