Warum der Kurs trotz Rekordergebnis einbricht
Apple mit Druckstellen

Was ist los mit Apple Computer? Der High-Tech-Pionier legt Rekordergebnisse vor – Umsatz und Reingewinn waren nie so hoch – und seine Wachstumslokomotive iPod steht weiter unter Dampf. Doch die Aktiennotierung fällt wie ein Stein.

Nicht nur das. Apples Erdrutsch zieht High-Tech-Werte auf breiter Front nach unten. Die Einführung eines iPods für den Videoempfang bremst den Fall, hält ihn aber nicht auf.

Apple, so sagen die Auguren, wurde das Opfer übertriebener Erwartungen. Über sechs Millionen Mal verkaufte das Unternehmen im abgelaufenen Quartal seinen digitalen Musikspeicher iPod, drei Mal soviel wie im Jahr zuvor. Das neueste Modell, der bleistiftdünne Nano, ist ein rauschender Erfolg mit rund 100 000 Verkäufen pro Tag seit Einführung. Auf einem Markt, auf dem sich Schwergewichte wie Sony, Dell und andere tummeln, verteidigte die Kulturikone iPod einen Marktanteil von 75 Prozent. Darüber hinaus ist unübersehbar, dass auch Apples Computergeschäft im Kielwasser des iPod-Erfolges wieder in Fahrt kommt. Apple lieferte im abgelaufenen Quartal 1,23 Millionen Macintosh-Computer aus, fast die Hälfte mehr als vor einem Jahr. Die Erlöse mit Computern stiegen um knapp ein Drittel.

Wie es scheint, suchten Anleger nach der glänzenden Kursentwicklung Druckstellen am Apfel, um Gewinne mitzunehmen. Und die gab es durchaus. Apple wurde – wieder einmal – vom Erfolg der eigenen Produkte überrascht. Die Nachfrage nach dem Nano übertraf die Produktionskapazitäten deutlich, und Probleme mit beschädigten Minidisplays verschrammten das Image. Am Ende erreichte Apple weder die optimistischen iPod-Verkaufszahlen von insgesamt sieben bis acht Millionen, die einige Analysten erwartet hatten, noch erfüllte der Umsatz mit knapp 3,7 Milliarden Dollar so ganz die hoch gesteckten Prognosen. Hinzu kam, dass die Kapazitätsprobleme bei der Produktion des Nano offenbar nicht so schnell beseitigt werden können. Der Teile-Nachschub für die Miniapparatur reicht nicht aus. Schreibt „Die Nachschubprobleme für den Nano limitieren positive Überraschungen in den nächsten Quartalen“, schrieb Analyst Richard Gardner von der Citigroup.

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