Chartanalyse
Euro Stoxx 50 zeigt Stärke

Der Dow Jones Euro Stoxx 50 steckt seit dem Verlassen seiner Topformation oberhalb der Marke von 3 900 Punkten Ende 2007 in einer Baisse. Aktuell liegt der noch intakte Baisse-Trend bei rund 2 730 Punkten. Aus charttechnischer Analyse kann der europäische Index den Abwärtstrend aber mittelfristig brechen

FRANKFURT. Aus technischer Sicht kam es im Euro Stoxx 50 im vierten Quartal 2008 nach dem Rutsch durch die Unterstützungszone um 3 080 Punkte zu einer Abwärtsbeschleunigung. Danach bildete der Index einen Baisse-Trendkanal heraus. Zum Jahresanfang 2009 kam es dann zu einer weiteren Abwärtsbeschleunigung, die in nur zwei Monaten zu einem Kursrückgang von mehr als 30 Prozent führte und den gesamten Verlust auf 61 Prozent ansteigen ließ. Dieses Ausmaß ist sowohl im historischen als auch im Vergleich zu anderen europäischen Indizes überdurchschnittlich.

Ausschlaggebend dafür war der hohe Anteil an Finanzwerten. Nach der Abwärtsbeschleunigung im ersten Quartal 2009 hat der Euro-Stoxx 50 zwar kurzfristig den Unterstützungsbereich um 1 847 Zählern unterboten, der sich aus den Tiefständen des Jahres 2003 ergibt. Vor dem Hintergrund des stark überverkauften Marktes schlug der Index aber nach Erreichen des Tiefpunkts von 1 765 Punkten im März nach oben um. Parallel zu der Entwicklung bei anderen wichtigen internationalen Aktienindizes konnte der Euro Stoxx 50 sich so weit erholen, dass er sowohl aus der Baisse-Beschleunigung als auch aus dem Baisse-Kanal der letzten Monate herauskam. Einerseits liegt damit seit dem Jahreswechsel 2007/08 eine grundlegende, mittelfristige technische Verbesserung vor, andererseits sollte sich die Erholung in den kommenden Wochen deutlich abschwächen.

Da die laufende Konsolidierung einen mittelfristig trendbestätigenden Charakter nach oben aufweist, deutet das technische Bild für die nächsten Monate mehrere Versuche an, sowohl den Sprung über die noch leicht fallende 200-Tage-Linie zu schaffen als auch den zentralen Baisse-Trend zu testen.

Achim Matzke ist Analyst bei der Commerzbank.

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