Charttechniker: Kursanstieg der Vorwoche sichert den Index nach unten ab
Chancen einer Erholung des Dax steigen

Kaum zeigt die US-Börse eine leichte Entspannung, werden auch europäische Aktienkäufer aktiv. Kräftige Kursanstiege prägten das Bild seit Dienstag vergangener Woche. Sie passen in das Szenario von noch immer gültigen, übergeordneten Konsolidierungszonen in den einzelnen Indizes.

FRANKFURT/M. Kaum zeigt die US-Börse eine leichte Entspannung, werden auch europäische Aktienkäufer aktiv. Kräftige Kursanstiege prägten das Bild seit Dienstag vergangener Woche. Sie passen in das Szenario von noch immer gültigen, übergeordneten Konsolidierungszonen in den einzelnen Indizes.

Die Wochencharts in Europa und den USA zeigen unterschiedlich starke Konsolidierungszonen, deren untere Begrenzungen noch zu Wochenbeginn in greifbare Nähe geraten waren. Grundsätzlich unterstellen wir noch immer eine technische Reaktion und keinen nachhaltigen Richtungswechsel. Doch die Chancen auf eine Stabilisierung und einen daraus resultierenden Aufwärtstrend sind in der Vorwoche gestiegen. Die aktuelle Kurskorrektur auf der Aktienseite verläuft schneller und kräftiger, als ihr (einziger) Vorgänger in der Woche zuvor. Damit wird deutlich, dass das Risiko auf der Unterseite deutlich kleiner geworden ist.

Für den Deutschen Aktienindex (Dax) ergibt sich folgendes Bild: In den ersten zwei Dritteln des Juli entwickelte er einen hochdynamischen Abwärtstrend, der sich fast reaktionsfrei von der oberen Bereichsbegrenzung der Konsolidierungszone bei 4 150 Punkten in Richtung der unteren bei 3 700 Zählern schob. Zuletzt setzte hier aber eine zunehmende Nachfrage ein, die den Kurs stabilisierte und den Dax in eine technische Reaktion zwang. Mit einem Reaktionshoch bei 3 895 Punkten hat der Index am Donnerstag das minimale Reaktionspotenzial fast komplett ausgeschöpft. Damit sinkt die Wahrscheinlichkeit einer unmittelbar bevorstehenden Wiederaufnahme des Abschwungs.

Interessant ist auch, dass der jüngste Abwärtsimpuls mit der Korrektur komplett aufgeholt und damit neutralisiert wurde. Kurzfristig ist praktisch ein kompletter Impulswechsel vollzogen. Es mehren sich die Indizien für eine zunehmende Kursstabilität und ein deutlich sinkendes Risiko auf der Unterseite.

Dabei vollzieht sich die Impulswende trotz teils negativer Rahmenbedingungen. Denn das kritische interpretierte Umfeld angesichts der Öl-Preisentwicklung, des stärkeren Dollars und steigender Rentenkurse bleibt uns erhalten. Mittelfristig erwarten wir weiter steigende Kurse in Richtung der oberen Bereichsgrenze bei 4 100 Punkten.

Uwe Wagner ist technischer Analyst bei der Vermögensverwaltung Wagner-Lang.

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