Technische Analyse
Charttechniker erwarten weitere Nikkei-Kurssteigerung

Das waren noch Zeiten, als der japanische Aktienindex Nikkei-225 Ende 1989 bei rund 39 000 Punkten notierte. Es folgte kurze Zeit später eine fast vierzehnjährige Abwärtsbewegung. Erst Ende April 2003 fand der Index bei 7 831 Punkten auf Schlusskursbasis einen Boden. Die japanischen Blue Chips büßten im Durchschnitt rund 80 Prozent an Wert ein. Doch in den vergangenen zweieinhalb Jahren hat sich der 225 Werte umfassende Index wieder berappelt und strebt nun einen wichtigen Widerstandsbereich an. Kann er diesen nachhaltig hinter sich lassen, sind weiter steigende Kursnotierungen möglich.

Mit seinem Sprung über 14 000 Punkte hat der Nikkei am Freitag ein weiteres Jahreshoch markiert. Damit hat der japanische Aktienmarkt andere bedeutende Indizes wie den Dax oder den Dow Jones deutlich hinter sich gelassen. Diese relative Stärke könnte durchaus noch anhalten. Für die weitere Entwicklung wäre es wichtig, dass der Nikkei die breite Widerstandszone zwischen 13 843 und 14 500 Punkten signifikant überwindet. In diesem Bereich befinden sich gleich fünf charttechnische Barrieren, die aus dem Weg geräumt werden müssen. Den ersten Widerstand, die horizontale Haltelinie bei 13 843 Punkten, haben die japanischen Blue Chips bereits erobert, ebenso die zweite Hürde bei 14 000 Punkten, die eher von psychologischer Bedeutung ist.

Das wohl größte Hindernis, das sich dem Nikkei in den Weg stellen dürfte, ist die langfristige, aus dem Jahr 1989 stammende Abwärtstrendlinie. Diese technische Begrenzungslinie besteht jedoch nur aus zwei Auflagepunkten. Bei einem nachhaltigen Trendbruch müsste sich der japanische Leitindex noch zwei weiteren markanten Punkten stellen. Ausgehend vom historischen Hoch im Jahr 1989 und dem Tief Ende April 2003 liegt bei 14 420 Punkten ein Fibonacci-Widerstand. Kann auch diese Marke überwunden werden, bedarf es für ein langfristiges charttechnisches Kaufsignal nur noch des Bruchs der horizontalen Haltelinie bei 14 500 Punkten.

Sollte es der Nikkei letztlich schaffen, aus dem Kampf mit der doch recht massiven Widerstandszone als Sieger hervorzugehen, wären deutlich höhere Kursnotierungen möglich. Erst bei 16 840 Punkten liegt der nächste Widerstand. Einfach dürfte dieses Unterfangen jedoch nicht werden. Etwaige Rückschläge sind nicht auszuschließen. Für diesen Fall stehen dem japanischen Börsenbarometer immerhin solide Unterstützungen zur Verfügung. Das erste "Fangnetz" verläuft bereits bei 13 430 Punkten, wo sich eine Unterstützung auf Wochenbasis befindet. Selbst eine Abwärtsbewegung bis 12 260 Punkten wäre kein Beinbruch. Hier treffen sich die seit Ende April 2003 gültige Aufwärtstrendlinie und die horizontale Unterstützungslinie, die ihren Ursprung jeweils im Chart auf Wochenbasis haben.

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