Aufwärtstrend bleibt intakt
Goldpreis nur kurz von Zinserhöhung in China belastet

Der Goldpreis ist am Donnerstag vorübergehend von der Zinserhöhung in China belastet worden. Gegen Handelsschluss in Europa erholten sich die Notierungen dann wieder.

HB LONDON. Zunächst sank Gold bis auf 628,20 Dollar je Feinunze. Ein schwächerer Dollar machte das Edelmetall dann aber wieder attraktiver. Das in der US-Devise gehandelte Gold wird dadurch für Anleger aus anderen Währungsräumen günstiger.

„Ich denke, die Abwärtsbewegung erscheint angesichts der geringen Zinserhöhung in China übertrieben. Aber wir haben in der Vergangenheit einige Male gesehen, dass diese Art von Nachrichten aus China einen kurzfristigen Einfluss auf die Metallmärkte ausüben, bevor die Käufe nach den Preisrückgängen wieder einsetzen“, sagte Julia Hamblett, Händlerin bei Dresdner Kleinwort Wasserstein.

China sei zu einem der Schlüsselfaktoren für die Rohstoffmärkte geworden, sagte Stephen Briggs von SG Corporate and Investment Banking. Alles was China betreffe, löse Reaktion aus. Dies gelte ebenso für Gold, auch wenn dies für das Edelmetall fundamental weniger relevant sei. „Alle Rohstoffe werden nun über einen Kamm geschoren“, so Briggs.

Nachdem US-Notenbankchef Ben Bernanke in einer Anhörung vor einem Kongressausschuss eine Pause bei den Zinserhöhungen angedeutet hatte, kam der Dollar am Nachmittag unter Druck.

Die Charttechniker der Zürcher Kantonalbank sehen nach der jüngsten Konsolidierung eine Wiederaufnahme des übergeordneten, in diesem Fall also des Aufwärtstrends bei Gold. Im Anschluss an die Konsolidierung, die sich durchaus noch einige Wochen hinziehen könne, sei mit einer Fortsetzung der Hausse zu rechnen, hiess es bei der ZKB.

Zum Handelsschluss in europa notierte die Feinunze Gold bei 641,70/642,70 Dollar nach 638,90/639,90 am Mittwochnachmittag.

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