Ausreichende Förderkapazitäten
Ölpreis fällt unter 61 Dollar

dpa-afx NEW YORK/LONDON. Der Ölpreis ist nach Aussagen der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) über ausreichende Förderkapazitäten für die Winterperiode unter die Marke von 61 Dollar gerutscht. Ein Barrel der US-Sorte WTI kostete im frühen Nachmittagshandel 60,50 Dollar und damit 72 Cent weniger als zum Handelsschluss am Freitag. Einen ähnlich starken Preisrückgang verzeichnete zur gleichen Zeit auch Rohöl der Nordseesorte Brent. An der Rohstoffbörse in London rutschte die Notierung 80 Cent auf 58,62 Dollar.

Robert Laughlin vom Handelshaus Man Financial machte jüngste Äußerungen der Opec für die Preisrückgänge verantwortlich. Die Rohölförderkapazitäten des Kartells sind nach Einschätzung des Gerneralsekretärs Adnan Shihab-Eldin mehr als ausreichend, um den für den Winter erwarteten Anstieg der Nachfrage abzudecken. Die Reservekapazitäten des Kartells würden derzeit zwei Mill. Barrel (je 159 Liter) pro Tag betragen.

Preise KÖNnen 'Durchaus Noch Weiter Fallen'

Nach den Aussagen der Opec könnten die Ölpreise an den Rohstoffbörsen "durchaus noch weiter fallen", sagte Laughlin. Generalsekretär Shihab-Eldin erwartet im kommenden Jahr einen weiteren leichten Preisrückgang beim Rohöl. Der Barrel-Preis dürfte sich dann zwischen 45 Dollar und 55 Dollar stabilisieren.

Dennoch wollen Experten keine generelle Entwarnung für die Preisentwicklung an den Ölmärkten geben. Ein ungewöhnlich kalter Winter könnte die Preise auch schnell wieder nach oben treiben, sagte Michael Davies vom Rohstoffhandelshaus Sucden.

Auch der Preis für Opec-Rohöl ist in der vergangenen Woche weiter gesunken. Nach Angaben des Opec-Sekretariats vom Montag in Wien kostete ein Barrel im Wochendurchschnitt 53,32 Dollar im Vergleich zu 54,10 Dollar in der dritten Oktoberwoche. Der durchschnittliche Tagespreis blieb am Freitag mit 53,73 Dollar (Donnerstag 53,79 Dollar) nahezu unverändert.

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