Chaos am Rohstoffmarkt
„Eine der schärfsten Korrekturen seit Jahren“

Die Finanzmärkte sind in Aufruhr: Nach dem Absturz der Rohstoffpreise beruhigt sich die Lage nur langsam. Die Anleger bleiben nervös. Experten fürchten, dass sich der Markt von diesem Schock nicht so schnell erholt.
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DüsseldorfNach den Panikverkäufen des Vortages spielten die Ölpreise am Freitag erneut verrückt. Zunächst gab die Notierung für ein Fass amerikanisches WTI-Öl auf 96,80 Dollar nach und kostete damit drei Dollar weniger als im späten Vortagesgeschäft. Der Vortagesverlust lag bei zehn Dollar. Erst am Nachmittag erholte sich der Ölpreis etwas, nachdem US-Arbeitsmarktdaten besser als erwartet ausgefallen waren.

Auch bei anderen Rohstoffen hat sich das Geschehen vorübergehend beruhigt. Die Nervosität am Markt ist aber weiter hoch, weitere Kursverluste scheinen jederzeit möglich. "Dies könnte eine der schärfsten Korrekturen werden, die wir in den vergangenen Jahren gesehen haben", sagte Sean Corrigan, Chefanlagestratege bei Diapason Commodities Management, der Nachrichtenagentur Bloomberg. "Wenn es ganz schlimm kommt, könnten wir die Hälfte der Gewinne der letzten sechs bis neun Monate wieder abgeben."

Am Donnerstag waren die Rohstoffpreise so stark gefallen wie seit Januar 2009 nicht mehr. Die Talfahrt erfasste alle Bereiche von den Energie- über die Agrarrohstoffe bis hin zu Industrie- und Edelmetallen. Der breite Index GSCI, der die Entwicklung von 24 verschiedenen Rohstoffen misst, verlor 6,5 Prozent.

Noch stärker fiel die Investorenflucht am Donnerstag bei Silber aus. Das Edelmetall, dessen Preis seit Wochenbeginn auf Talfahrt ist, verlor zwölf Prozent an Wert und kostete weniger als 35 Dollar. Am Freitag stabilisierte sich der Preis. Am Nachmittag kostete die Feinunze nur noch 34,70 Dollar.

Als Gründe wurden am Markt schwache US-Konjunkturdaten sowie die Sorge vor steigenden Zinsen, vor allem aber der starke Dollar genannt. Die US-Währung legte gestern gegenüber allen anderen wichtigen Währungen deutlich zu. Der Dollar-Index stieg um 1,4 Prozent. Der Wechselkurs des Euros zum Dollar fiel binnen eines Tages gar um mehr als drei Cent auf 1,4540 Dollar. Ein starker Dollar führt in der Regel zu Verlusten bei den in der US-Währung notierten Rohstoffen, da diese für Investoren teurer werden.

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„Eine der schärfsten Korrekturen seit Jahren“

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"Alle wollen zur gleichen Tür raus"

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Unternehmen sind erleichtert

Kommentare zu " Chaos am Rohstoffmarkt: „Eine der schärfsten Korrekturen seit Jahren“"

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  • Ich wundere mich doch sehr über den fast greifbaren Übereifer, den die Gold- und Silberfeteschisten hier an den Tag legen. Beruhigt euch doch, geht doch wieder aufwärts! Bestimmt! Oder?
    Ihr habt eben nur den Fehler gemacht, OBEN nicht zu verkaufen (wie so oft, nehme ich mal an), sondern den satten Buchgewinn weiter in den den Himmel zu beten. Und jetzt schimpft auch noch jemand auf die Banken, weil die einfach mal Kasse gemacht haben. Oooch, das tut mir wirklich leid.
    Und die Sternenguckerin ganz am Anfang dieser Kommentare ist die absolute Krönung. Ich seh sie schon den Garten nach den Silberlingen umgraben: "Wo warn die noch, verdammt, verdammt."

    Mein Gott HB, was bist du bloß runtergekommen, daß du solche Spinner anziehst, wie das Licht die Motten...

  • Jeder aufgeklärte Zeitgenosse weiß, dass das gegenwärtige Weltwährungssystem in seine Endphase eingetreten ist und einer Reform bedarf. Der Altbundespräsident Horst Köhler hat dazu in seinem Vortrag an der Uni Tübingen im Januar dieses Jahres in dankeswerter Offenheit das Notwendige gesagt.
    Ob diese Reform überfallartig wie die Währungreform 1948 abgewickelt wird, oder ob man sie vorher kommuniziert und "geordnet" einleitet ist völlig ungewiß. Vermutlich nicht, da dieses im Vorfeld zu nicht mehr beherrschbaren Verwerfungen in den Märkten führen kann.Das zu erkennen ist keine Astrologie nötig sondern nur der gesunde Menschenverstand.

  • Es wird manipuliert und gelogen auf Teufel komm raus......
    Das muss uns garnicht interessieren !
    Wir haben unseren Silber und Goldvorrat physisch bei uns zuhause versteckt.
    Wir warten einfach ab was passiert.......

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