„Der Markt ignoriert die US-Sorgen einfach“
Schrumpfende Vorräte schieben Kupferpreis an

Schrumpfende Lagerbestände haben am Donnerstag die Preise für Kupfer und Nickel kräftig steigen lassen. Die Tonne Kupfer verteuerte sich um mehr als drei Prozent auf 6461 Dollar und notierte damit so hoch wie seit Mitte Dezember nicht mehr. Nickel sprang auf ein Rekordhoch von 46 300 Dollar je Tonne.

HB FRANKFURT. „Angesichts der Befürchtungen über ein nachlassendes Wirtschaftswachstum in den USA ist die Nachfrage nach Basismetallen weiterhin erstaunlich hoch“, erklärte Analyst John Meyer von Numis Securities. „Der Markt ignoriert die US-Sorgen einfach“, stimmte ein Händler zu.

In den USA hat die Schieflage einer Hypothekenbank Befürchtungen über eine Krise am Immobilienmarkt angefacht, die auf die US-Wirtschaft und damit die Weltwirtschaft überschwappen könnte. „Der Markt schaut aber einfach nach Osten und auf die Lagerbestände“, sagte ein Händler. Befürchtungen, auch in China könnte die Konjunktur erlahmen, hatten Ende Februar auch die Metallpreise gedrückt. Inzwischen haben sich aber die Börsen in China von den Verlusten erholt. „Die Erwartung ist, dass China weiter stark importieren wird“, erklärte ein Händler den Anstieg der Metallpreise. Die bei der Londoner Börse gemeldeten Kupfervorräte fielen am Donnerstag um 1625 Tonnen auf 196,125 Tonnen. Auch die Nickel-Vorräte schrumpften, und zwar um 222 Tonnen auf 3594 Tonnen. Auch die Preise für Zink und Aluminium zogen spürbar an.

An den Ölterminmärkten hielten sich die Marktteilnehmer am Donnerstag zurück. Die Organisation der Erdölexportierenden Länder (Opec) ließ die Förderquoten nach Angaben eines Delegierten wie von den meisten Marktteilnehmern erwartet unverändert. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent verteuerte sich um bis zu 1,3 Prozent auf 61,85 Dollar, ein Fass US-Leichtöl WTI um 0,8 Prozent auf 58,64 Dollar. Der saudiarabische Ölminister Ali al-Naimi betonte vor dem Treffen, er sehe keine Notwendigkeit für eine Änderung der Förderquote. Den leichten Preisanstieg führten Händler auf den Rückgang der US-Benzinvorräte in der Vorwoche zurück.

Der Goldpreis pendelte um sein Vortagesniveau von 644,20 Dollar je Feinunze. Der Silberpreis zog leicht an. Der Reuters-Rohstoffindex stieg um 0,4 Prozent auf 305,15 Punkte.

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