Devisen
Abwärtsdruck auf den Euro hält an

Der Euro wird in dieser Woche weiter gegenüber dem US-Dollar verlieren. Das erwarten Devisenmarktexperten. Für Abgabedruck sorgen Spekulationen um eine deutliche Leitzinssenkung um 0,5 Prozentpunkte im Euro-Raum.

FRANKFURT. Der Euro wird in dieser Woche weiter gegenüber dem US-Dollar verlieren. Das erwarten Devisenmarktexperten. Für Abgabedruck sorgen Spekulationen um eine deutliche Leitzinssenkung um 0,5 Prozentpunkte im Euro-Raum. Auch dürften US-Investoren weiter Geld ins Land zurückholen, sagt Mansoor Mohi-Uddin, Chefstratege bei der Schweizer UBS. Im September haben US-Anleger ihre Bestände an ausländischen Vermögenswerten auf 23,5 Prozent ihrer Portfolios reduziert, verglichen mit 26 Prozent zu Jahresanfang. Am Freitag büßte die europäische Gemeinschaftswährung zum Dollar um 1,3 Prozent auf 1,274 Dollar je Euro ein. Im Oktober hat der Euro etwa zehn Prozent zur US-Währung verloren. Das ist der stärkste Rückgang seit der Einführung des Euros im Jahr 1999.

Ähnlich kräftig hat im vergangenen Monat das britische Pfund nachgegeben. Es sackte zum Dollar etwa um neun Prozent ab, das ist der größte Monatsverlust seit 1992. Devisenexperten sind angesichts der Rezessionsgefahr auf der britischen Insel weiterhin pessimistisch für das Pfund.

Um der Konjunktur unter die Arme zu greifen, dürfte die Bank of England am Donnerstag den Leitzins um einen halben Prozentpunkt auf vier Prozent senken, prognostizieren Ökonomen. In den nächsten sechs Monaten wird das britische Pfund nach Experten auf 1,40 Dollar fallen von derzeit 1,61 Dollar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%