Devisen
Britisches Pfund sackt nach BIP-Zahlen ab

Die Krise lässt Großbritannien nicht los. Im dritten Quartal ist die britische Wirtschaft überraschend wieder geschrumpft. Das britische Pfund gibt in der Folge deutlich nach.

HB FRANKFURT. Das britische Pfund ist am Freitag nach schwachen Daten zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) stark unter Druck geraten. Der Eurokurs stieg auf 0,9158 britische Pfund. Vor der Veröffentlichung der Daten hatte der Euro noch bei 0,9030 Pfund notiert. Am Donnerstag hatte die EZB den Referenzkurs noch auf 0,9053 Pfund festgesetzt. Auch zum US-Dollar geriet das Pfund stark unter Druck.

Die Wirtschaft Großbritanniens ist im dritten Quartal überraschend geschrumpft. In den Monaten Juli bis September ist das BIP auf Quartalssicht um 0,4 Prozent gesunken. Damit steckt die britische Wirtschaft mit sechs Quartalen negativen Wachstums in der historisch längsten Rezession. Erwartungen einer leichten Belebung wurden enttäuscht: Volkswirte hatten mit einem Anstieg von 0,2 Prozent gerechnet.

„Volkswirtschaften, die wie Großbritannien im hohen Maße vom Dienstleistungssektor abhängig sind, profitieren im geringeren Umfang von der weltweiten Konjunkturerholung“, sagte Folker Hellmeyer, Chefanalyst der Bremer Landesbank. Gleichwohl seien zuletzt auch in Großbritannien Stabilisierungstendenzen zu erkennen gewesen. Das schwache britische Pfund werde Großbritannien kurzfristig aber kaum helfen, da der Exportsektor schwach sei. „Jedoch kann ein schwaches Pfund auf lange Sicht zu einer Restrukturierung der britischen Wirtschaft beitragen“, sagte Hellmeyer.

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