Devisen
Der Euro ist nicht zu bremsen

Der Euro hat seine Rekordjagd fortgesetzt. Am Morgen kostete die Gemeinschaftswährung so viel wie niemals zuvor. Experten rechnen mit in einer weiteren Zinssenkung in den USA. Das würde den Euro weiter stärken.

HB FRANKFURT. Gleich im frühen Geschäft notierte die Gemeinschaftswährung mit 1,5238 Dollar so hoch wie noch nie seit der Einführung an den Finanzmärkten 1999. Auch zum Yen geriet der Dollar unter Druck und fiel auf ein Drei-Jahres-Tief von 104,28 Yen nach 105,30 Yen am Vorabend in New York. Händler begründeten die Dollarschwäche mit einer Aussagen von US-Notenbank-Chef Ben Bernanke, die Analysten als Bestätigung der Zinssenkungserwartungen werteten. „Der einzige Weg nach vorne für den Dollar geht nach unten, da die jüngsten Spannen komplett zusammengebrochen sind“, begründete ein Händler in Tokio den Kursverfall.

„Der Dollar dürfte gebeutelt ins Wochenende gehen“, sagen denn auch die Commerzbank-Analysten in ihrem Morgenkommentar voraus. „Auch eine moderate Eintrübung der Wirtschaftsstimmung in der Eurozone (ESI) wird dem Euro heute kaum Momentum nehmen“, meinen die Experten. Ihrer Einschätzung nach hat Bernanke mit seiner Aussage, dass der schwache Dollar das Handelsbilanzdefizit verringert, den Eindruck erweckt, er hieße die Dollarschwäche stillschweigend gut. Nicht auszuschließen sei aber, dass Anleger beim Euro vor dem Wochenende Gewinne mitnähmen.

Am Nachmittag stehen in den USA erneut eine ganze Serie von Konjunkturdaten an, darunter der Einkaufsmanagerindex für den Großraum Chicago sowie der endgültige Verbrauchervertauensindex der Universität Michigan und von Reuters. Der Index werde kaum etwas daran ändern, dass die Konsumentenstimmung insgesamt sehr schwach ist, stellen die Analysten der Helaba fest. Aus Deutschland stehen am Freitag die endgültigen Verbraucherpreise.

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