Devisen
Der Euro legt zu

Die europäische Gemeinschaftswährung hat sich zum Wochenstart leicht gesteigert. Nach dem Inflationsbericht der europäischen EU klettert der Kurs nach oben.
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FrankfurtDer Euro hat am Montag zum Dollar zugelegt. Die Gemeinschaftswährung verteuerte sich um 0,2 Prozent auf 1,3778 Dollar. Sie konnte damit wieder Boden gut machen, nachdem sie am Freitag zeitweise bis auf ein Monatstief von 1,3705 Dollar zurückgefallen war. Seit dem 31. Dezember bewegt sich das Währungspaar in einem relativ engen Korridor.

Das Statistikamt der Europäischen Union (EU) gab um 11 Uhr MESZ die erste Schätzung der Verbraucherpreise im Euro-Raum bekannt. Demnach betrug die Teuerung im März 0,5 Prozent. Von Bloomberg befragte Volkswirte hatten mit 0,6 Prozent gerechnet, nach einem letztendlichen Anstieg um 0,7 Prozent im Februar.

„Nachdem bereits in der Vorwoche sinkende Inflationsraten in Deutschland, Spanien und Belgien veröffentlicht wurden, ist eine nachgebende Teuerung auf EWU-Ebene nicht überraschend”, erklärte Analyst Ralf Umlauf von der Helaba in Frankfurt in einem Kurzkommentar nach Bekanntgabe der Zahlen. „Die Deflationssorgen und mithin die Erwartungen einer Lockerung der Geldpolitik durch die EZB bleiben den Marktteilnehmern erhalten.”

Die EZB wird die Leitzinsen bei ihrem Treffen am 3. April unverändert bei 0,25 Prozent belassen, wie aus einer Bloomberg- Umfrage unter Ökonomen hervorgeht. EZB-Chef Mario Draghi hatte am 25. März erklärt, dass die Entscheidungsträger dazu bereit seien, zusätzliche Maßnahmen zu ergreifen, um zu gewährleisten, dass sie ihr Mandat erfüllen.

Der Yen gab zum Euro 0,5 Prozent auf 142,06 Yen nach, zum Dollar notierte er 0,4 Prozent niedriger bei 103,19 Yen.

Der Franken war zum Euro mit 1,2203 Franken 0,1 Prozent leichter und gewann zum Dollar 0,1 Prozent auf 88,62 Rappen.

Chinas Yuan verzeichnete zum Dollar für das erste Quartal den stärksten Einbruch seit 1994 und büßte in dem Zeitraum 2,6 Prozent ein. Belastend wirkten sich die Wachstumssorgen für die weltweit zweitgrößte Volkswirtschaft aus.

Agentur
Bloomberg 
Bloomberg / Nachrichtenagentur

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