Devisen
Der Euro wird weiter an Wert verlieren

Die Talfahrt des Euro zum Dollar dürfte in dieser Woche weitergehen. Das glauben Devisenhändler. Da eine weltweite Rezession befürchtet wird, stoßen Anleger risikoreichere, höher rentierliche Vermögenswerte ab. Das hat zu kräftigen Kursverlusten an den Börsen geführt.

HB.FRANKFURT. „Die Flucht in die Qualität stärkt den Dollar und den Yen“, erläuterte Richard Clarida, Stratege bei Pimco. Der Dollar gilt bei den derzeitigen Turbulenzen an den Märkten als sicherer Hafen. Der Euro gab am Freitag zum Greenback über zwei Prozent ab. Noch stärker waren die Kursverluste zum Yen. In der Spitze büßte der Euro zur japanischen Währung 9,6 Prozent ein. Das ist der größte Verlust während eines Handelstages seit Einführung der Gemeinschaftswährung im Jahr 1999.

Pessimistisch beurteilen Devisenspezialisten auch das britische Pfund. Das Pfund könnte sehr bald zum Dollar auf 1,40 Dollar je Pfund fallen, prognostiziert Hans-Günter Redeker, Leiter Devisenstrategie bei BNP Paribas SA. Am Freitag verbuchte die britische Währung zum Greenback den größten Kursrückgang seit 37 Jahren. Sie rutsche im Tagesverlauf unter 1,53 Dollar. Auslöser waren die neuen Zahlen zur Wirtschaftsentwicklung. Die britische Wirtschaft war im dritten Quartal stärker geschrumpft als erwartet und schlingert am Rande einer Rezession.

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