Devisen
Die Euro-Rally zum Yen gewinnt an Fahrt

In seinem Aufwärtstrend zum japanischen Yen hat der Euro am Dienstag ein neues Elf-Monatshoch erreicht und sich seinem Kursrekord vom Juli 2007 genähert. Der Euro kletterte über die Marke von 168 Yen.

HB FRANKFURT. Händler rechnen mit weiteren Mittelabflüssen aus der japanischen Währung. Ihr Kalkül: Die geschätzten 14,8 Billionen Yen, die japanische Unternehmen als Sommer-Boni an ihre Beschäftigten ausschütten, dürften zum Großteil im Ausland investiert werden. Dort locken höhere Renditen als in Japan. Im Tageshoch notierte der Euro bei 168,24 Yen, sein bisheriges Rekordhoch liegt bei 168,80 Yen.

Zum Dollar legte der Euro 0,7 Prozent zu auf 1,5619 Dollar. Etwas Verkaufsdruck für die US-Währung brachten schlechte Nachrichten zur amerikanischen Konjunktur. Die Häuserpreise fielen im April um über 15 Prozent, wie der S&P-Case-Shiller-Index anzeigte. So deutlich war der 2001 ins Leben gerufene Index noch nie gefallen. Zudem sackte das US-Konsumklima im Juni auf ein 16-Jahres-Tief - den wirtschaftlichen Ausblick beurteilten die Verbraucher sogar beispiellos pessimistisch. Die Kursverluste des Dollar hielten sich dennoch in Grenzen, da Konjunktursorgen in den Rentenkursen bereits stark eingepreist sind und auch in Deutschland und Italien die Verbraucherstimmung nachließ.

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