Devisen
Dollar feiert Wahlsieg der Republikaner

Weltweit haben die Anleger die US-Wahlen mit Spannung erwartet. Spekulanten, die auf die Republikaner gesetzt haben lagen richtig. Der Dollar legte kräftig zu. Ist die Greenback-Rally nachhaltig?
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San FranciscoDie Stimmung an der Wall Street ist prächtig. Die Aktienmärkte sind in Rekordlaune, der Dollar auf notiert auf einem Sieben-Jahreshoch zum japanischen Yen, der Euro auf Zweijahres-Tief zum Dollar. Die Finanzmärkte feiern den Sieg der Republikaner bei den jüngsten Kongresswahlen am Dienstag. Ein Euro kostet aktuell 1,2521 US-Dollar.

Die Hoffnung der Investoren: Jetzt wird der Druck auf die Notenbank Fed erhöht, eine konservative Geldpolitik zu betreiben und den Schuldenhaushalt zu konsolidieren. Doch erste Stimmen warnen vor einer Übernahme der Notenbank durch die neuen politischen Herren.

So manch frischgebackener Senator oder Senatorin, die jetzt ihre Koffer packen um nach Washington umzuziehen, machten schon Dienstag klar, dass sie einen Wechsel wollen: sowohl im politischen Miteinander als auch in der Finanzpolitik. Doch es ist bei weitem nicht alleine die Hoffnung auf neue politische Vernunft in Washington, die den Greenback stärkt: Neue Zahlen deuten auf zunehmende wirtschaftliche Probleme in Europa und Asien hin. Eurostat meldet ein Minus im Einzelhandel von 1,3 Prozent für August auf September im Euroblock mit Deutschland und Minus 3,2 Prozent als größtem Verlierer.

Joni Ernst will in Washington aufräumen. Sie ist die erste Frau, die Iowa im Senat vertreten wird. Und sie macht keinen Hehl daraus, was sie von der Politik-Elite dort hält. „Wir werden sie quieken lassen“, ruft die Republikanerin unter dem Jubel ihrer Anhänger den Demokraten zu. Die Andeutung ist drastisch. Ernst arbeitete früher auf einer Schweine-Farm in Iowa. Bei der Kastration gaben die Schweine nach ihrer Darstellung im Wahlkampf ein lautstarkes Quieken von sich.

Das lautstarke Senatsmitglied will jetzt neue Vernunft in den Haushalt bringen. Als kleines Mädchen hatte sie nur ein paar Schuhe, erzählt sie. Und immer wenn es regnete, habe ihre Mutter Frühstücksbeutel aus Plastik über die Schuhe gezogen, damit sie geschont werden. Und im Schulbus habe sie dann da gesessen, unter lauter Kindern aus „hart arbeitenden Familien“, mit Brotbeuteln um die Schuhe. „Ehre den Dollar und verschwende ihn nicht“, das habe sie von ihrer Mutter gelernt.

Da ist sie in Washington gerade richtig. Mit dem ewigen Schuldenmachen kann es so nicht weitergehen, ruft sie ihren Fans zu und dafür lieben sie sie. Barack Obama dagegen muss seinen 3,9 Billionen Haushalt durch den Kongress bekommen. Die Fed steht unter enormem Druck ihre Null-Zins-Politik zu beenden und die Rahmendaten sprechen für Zinssteigerungen.

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Was macht die Notenbank Fed?

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