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Devisen: Dollar-Schwäche ungebrochen - Euro-Rekord - Pfund auf 12-Jahres-Hoch

Die globale Schwäche des Dollar hat sich am Mittwoch ungeachtet robuster US-Konjunkturdaten fortgesetzt. Der Eurokurs erreichte zeitweilig einen neuen Rekordstand und das britische Pfund kletterte auf ein 12-Jahres-Hoch zum Dollar.

dpa-afx FRANKFURT. Die globale Schwäche des Dollar hat sich am Mittwoch ungeachtet robuster US-Konjunkturdaten fortgesetzt. Der Eurokurs erreichte zeitweilig einen neuen Rekordstand und das britische Pfund kletterte auf ein 12-Jahres-Hoch zum Dollar. In der Spitze legte der Kurs des Euro bis auf 1,3 335 Dollar zu. Damit wurde die alte Rekordmarke von 1,3 334 Dollar vom Vortag leicht übertroffen.

Im Sog freundlicher US-Konjunkturdaten gab die europäische Gemeinschaftswährung am Nachmittag nur leicht auf 1,3 306 Dollar nach. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Nachmittag auf 1,3 294 (Dienstag: 1,3 295) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7 522 (0,7 522) Euro.

"Konjunkturdaten spielen derzeit eigentlich keine Rolle", sagte Ökonom Holger Fahrinkrug von UBS. Im Gegenteil: robuste Konjunkturdaten aus den USA schürten die Sorge vor einem weiteren Anschwellen des US -Leistungsbilanzdefizits. Schließlich deuteten die Daten darauf hin, dass die Nachfrage aus den USA relativ stark bleibe. Am grundlegenden Problem der hohen Defizite in Leistungsbilanz und Haushalt ändere sich damit nichts. Eine weitere Dollar-Abwertung sei damit vorgezeichnet. Ende 2005 erwartet die UBS einen Eurokurs von 1,40 Dollar.

Angesichts der eher zögerlichen verbalen Interventionen des EZB-Präsidenten Jean-Claude Trichet in jüngster Zeit und fehlenden Anzeichen für ein gemeinsames Vorgehen der führenden Notenbanken hält Fahrinkrug den Zeitpunkt für Eingriffe an den Devisenmärkten für noch nicht gekommen. "Die Erfahrung zeige, dass die EZB gerne mit dem Markt und nicht gegen diesen interveniert", sagte der Ökonom. Dabei sei ein Eingriff an den Devisenmärkten weniger eine Frage des Wechselkursniveaus, sondern der Dynamik der Bewegung. Bei der EZB-Ratssitzung am Donnerstag dürften sich die Währungshüter erneut besorgt über die Wechselkurse zeigen.

Auch Hwwa-Präsident Thomas Straubhaar glaubt nicht an eine Trendwende durch Interventionen. "Der Euro muss stärker werden. Es wäre naiv zu glauben, dass die EZB mit einigen Mrd. Dollar, die sie gegen Euro kauft, eine Trendwende einleiten könnte", sagte er.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,6 916 (0,6 966) britische Pfund , 136,83 (136,54) japanische Yen Yen und 1,5 200 (1,5 114) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London mit 452,85 (453,40) Dollar gefixt.

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